Sperrstunde ab 23 Uhr

Corona in Menden: Wirte mit kurzem Draht zum Ordnungsamt

Die Mendener Gastronomie spürt die zweite Welle schon, berichtet Vitantonio „Toni“ Castrignano von der Mendener Mühle.

Die Mendener Gastronomie spürt die zweite Welle schon, berichtet Vitantonio „Toni“ Castrignano von der Mendener Mühle.

Foto: Sophie Beckmann / WP

Menden.  Ab Freitag gilt’s: Die Sperrstunde um 23 Uhr kommt. Wie die Mendener Wirtinnen und Wirte mit den neuen regeln umgehen, war Thema eines Treffens.

Die heimischen Gastronomen haben sich am Donnerstagmittag getroffen, um die bedrohlicher werdende Corona-Lage und die Konsequenzen daraus zu besprechen, auch mit einem Vertreter des städtischen Ordnungsamtes. „Was da am Mittwoch und auch noch am Donnerstag alles als behördlichen Informationen kam, war für uns ziemlich verwirrend und wirkte teilweise widersprüchlich“, berichtet Toni Castrignano von der Mendener Mühle. Daher habe ein dringender Wunsch aller Mendener Gastronomen an das Ordnungsamt gelautet, künftig einen kürzeren Draht zur Behörde zu bekommen. Das soll nun auch so sein.

Sperrstunde ab 23 Uhr trifft die Gastronomie ganz unterschiedlich

Dass ab Freitag jetzt eine Sperrstunde ab 23 Uhr gilt, treffe die Mendener Gastronomen je nach ihrer Zielgruppe ganz unterschiedlich, berichtet Castrignano weiter. „Bei uns in der Mühle gibt es zum Beispiel zwei Besucherwellen: Diejenigen, die zum Essen kommen, und dann die jungen Leute, die sich gerne erst sehr spät einfinden.“ Die werde man nun vermissen, und das in Zeiten, die allgemein schon deutlich ruhiger geworden seien. „Viele von uns Wirtinnen und Wirten spüren das längst. Es gibt wieder Stornierungen aus Sorge vor Infektionen, gerade von den älteren Leuten, die zur Risikogruppe zählen.“

Wirtinnen und Wirte zeigen sich entschlossen: „Wir müssen da jetzt durch“

Wenn es ab Freitagabend darum geht, Gäste vor 23 Uhr aus dem Lokal zu komplimentieren, setzten die Wirtinnen und Wirte auf Verständnis. „Das ist jetzt Vorschrift, das dient der Gesundheit, und deshalb werden sich hoffentlich alle daran halten.“ Man werde eine Viertelstunde vor Schluss zur letzten Runde bitten, damit um 23 Uhr tatsächlich alle wieder draußen sind. Auch ansonsten seien sich die heimischen Gastronomen einig: „Wir müssen da jetzt durch.“

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