Maskenpflicht

Corona-Warnstufe überschritten: Stadt Menden reagiert nicht

Muss der Zapfhahn künftig um 23 Uhr versiegen? Die Stadt muss jetzt über eine Sperrstunde entscheiden.

Muss der Zapfhahn künftig um 23 Uhr versiegen? Die Stadt muss jetzt über eine Sperrstunde entscheiden.

Foto: Lars Heidrich / Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Menden.  Die Stadt Menden lässt sich mehr Zeit als andere, um neue Corona-Regeln festzulegen. Trotz steigender Zahlen sieht man keinen Handlungsdruck.

Die Stadtverwaltung hat auch am Dienstag noch keine neuen Regeln zum Corona-Schutz festgelegt. Um Maskenpflicht und Gastronomie-Sperrstunde soll es jetzt erst in der ohnehin geplanten Sitzung des lokalen Krisenstabs am Mittwoch gehen.

„Wir haben im Moment noch nicht die Notwendigkeit gesehen, zum Beispiel der Gastronomie das Leben unnötig schwer zu machen“, sagt Stadtsprecher Johannes Ehrlich. Auch darüber hinaus gebe es ohnehin schon generell gültige Verhaltensmaßnahmen. „Wir stehen nicht ohne Regeln da.“

Andere Städte schneller

Kreisweit war am Freitag der Inzidenzwert von 35 überschritten worden. Nach den ebenfalls am Freitag vom Land erlassenen neuen Regeln sind die Städte jetzt verpflichtet, stark frequentierte Bereiche zu definieren, in denen nun eine generelle Maskenpflicht gilt. Sie kann auch eine Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr beschließen. Ab der Grenze 50 ist die Sperrstunde verpflichtend. Andere Städte im Märkischen Kreis wie Hemer hatten deutlich schneller auf die Überschreitung der 35er-Grenze reagiert und bekanntgegeben, was sie machen oder lassen wollen. Am Dienstag stieg die Inzidenz auf 42,7 an.

Neu ist dagegen: Auf dem Wochenmarkt gilt jetzt wieder eine Maskenpflicht auch für Passanten. Das ist Teil der neuen vom Land verhängten Regeln.

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