Erster Regionale-Stern

Das lebenswerte Gewerbegebiet in Menden rückt näher

Übergabe des ersten Regionale-Sterns für die gemeinsame Entwicklung von Gewerbegebieten: (von links): Michael Wojtek (Erster Beigeordneter Iserlohn), Michael Heilmann (Bürgermeister Hemer), Christian Schweitzer (Erster Beigeordneter Hemer), Thomas Gemke (Landrat Märkischer Kreis),Thorsten Grote (Technischer Beigeordneter Iserlohn), Sebastian Arlt (Erster Beigeordneter Menden), Thomas Höddinghaus (Projektkoordinator „Regionale“ Menden) und Thomas Junge (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH).

Übergabe des ersten Regionale-Sterns für die gemeinsame Entwicklung von Gewerbegebieten: (von links): Michael Wojtek (Erster Beigeordneter Iserlohn), Michael Heilmann (Bürgermeister Hemer), Christian Schweitzer (Erster Beigeordneter Hemer), Thomas Gemke (Landrat Märkischer Kreis),Thorsten Grote (Technischer Beigeordneter Iserlohn), Sebastian Arlt (Erster Beigeordneter Menden), Thomas Höddinghaus (Projektkoordinator „Regionale“ Menden) und Thomas Junge (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Iserlohn mbH).

Foto: Marc Giebels

Menden.  Mit dem ersten Regionale-Stern hat das Gemeinschaftsprojekt des MK und seiner Städte Menden, Iserlohn und Hemer die erste Hürde genommen.

Mit dem ersten Regionale-Stern ist für ein ungewöhnliches Gemeinschaftsprojekt der Städte Menden, Iserlohn und Hemer die Chance näher gerückt, Wirklichkeit zu werden. Es geht darum, Gewerbegebiete nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten.

Menden 2040: Ein Elektrobus fährt den Besucher des supermodernen Gewerbegebiets selbstständig zu dem Betrieb, den er auf dem Display angetippt hat. Auf der Fahrt wundert sich der Gast beim Blick aus dem Busfenster über das viele Grün, das er in einem Industriegebiet gar nicht erwartet hätte. Der E-Bus fährt unseren Besucher erstmal in einen großen Konferenzraum, den die gastgebende Firma angemietet hat, der aber grundsätzlich allen Unternehmen im Gewerbegebiet zur Verfügung steht. Dort findet die Begrüßung statt, und als nach der ersten Sitzung mittags der Hunger kommt, geht es im E-Bus zur Kantine, die ebenfalls gemeinsam mit den Nachbarfirmen betrieben wird.

Kita nah am Arbeitsplatz

Dort erklären ihm seine Gastgeber, dass in diesem Gewerbegebiet die Grünflächen auch zur Arterhaltung dienen sollen. Ein Teil der Flächen sind aber auch tolle Spielplätze – für die Quartiers-Kita, die es hier gibt. Darin können Arbeitnehmer sogar mit ihren Kindern essen. Auch dieser Kindergarten ist ein Gemeinschaftsprojekt, erfährt der Besucher. Und: Alle beteiligten Firmen werben seither erfolgreich um junge Eltern als Beschäftigte. Und auch wenn es trotz alledem ein Gewerbegebiet bleibt: Die Waren und Teile, die hierher geliefert werden, kommen auf dem kürzestmöglichen Weg, landen in einer zentralen Pack- und Annahmestation, und und und: Schier unbegrenzt sind die Möglichkeiten, die ein nachhaltiges Gewerbegebiet der Zukunft bieten könnte.

Ein Modell im Format 1:1 könnte schon bald in Iserlohn, Menden oder Hemer entstehen – mit starker Unterstützung aus Fördermitteln. Denn Menden, Iserlohn und Hemer haben sich gemeinsam mit der Wirtschafts- und Strukturförderung des Märkischen Kreises im Rahmen des Entwicklungsprogramms „Regionale 2025“ um Gelder dafür beworben. Dass es die tatsächlich geben könnte – also moderne, lebenswerte Gewerbegebiete und das Geld dafür – haben die Städte und der Kreis jetzt bewiesen: Sie erhalten den ersten von drei möglichen Regionale-Sternen. Und der sagt im Klartext: Eure Idee ist toll. Sollten jetzt noch die Sterne 2 und 3 folgen, wäre der Weg frei für das Modellprojekt. Es könnte auf dem Gebiet einer der beteiligten Städte liegen, aber auch interkommunal, also über Stadtgrenzen hinweg.

Machbarkeit wird jetzt geprüft

Um ein Gewerbegebiet der Zukunft zu erarbeiten, werden jetzt in einer Machbarkeitsstudie mit fachplanerischer Begleitung innovative Ansätze für solch ein Gewerbegebiet entwickelt. Dafür will die Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH als Projektträgerin ein konkretes Beispiel sehen. Mit den drei Städten soll die gemeinsame Nutzung von zentraler Infrastruktur wie Parkraum, Konferenzräumen, Co-Working-Spaces, gemeinsame Kantinen oder Kitas ebenso geprügft werden wie die Bündelung von Warenströmen oder der Einsatz von umweltfreundlichen und geräuscharmen Transportmitteln für den Anlieferungsverkehr. Am Ende soll das „smarte Gewerbegebiet der Zukunft“ entstehen. Wo genau, ist noch nicht raus. Aber klar ist: Sollte es das im Nordkreis geben, wäre es ein Vorbild auch für andere Kommunen, eine ideenreiche und moderne Entwicklung ihrer Gewerbeflächen planen.

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