Die Vielfalt der Gemeinschaft

Menden. Mehr als 40 Bilder und Skulpturen aus Menden sind ab sofort im Foyer des Rathauses zu sehen. Zur Vernissage der Künstlergruppe „FreiraumGestalten“ am Sonntag hatten sich zahlreiche Gäste in der ersten Etage eingefunden, wo die Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern auch zum Verkauf angeboten werden.

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Menden. Mehr als 40 Bilder und Skulpturen aus Menden sind ab sofort im Foyer des Rathauses zu sehen. Zur Vernissage der Künstlergruppe „FreiraumGestalten“ am Sonntag hatten sich zahlreiche Gäste in der ersten Etage eingefunden, wo die Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern auch zum Verkauf angeboten werden.

Nachdem Bürgermeister Martin Wächter die Ausstellungsbesucher willkommen geheißen hatte, nahmen die Gäste nicht nur die Werke in Augenschein, sondern nutzten auch ausgiebig die Gelegenheit zum Austausch mit den anwesenden Künstlern. Für die musikalische Begleitung sorgte das Duo Badura, das großen Applaus erhielt.

Domizil an der Hauptstraße

Die Gruppe „FreiraumGestalten“ fand sich 2016 zusammen, ihr gemeinsames Domizil ist heute ein ehemaliges Ladenlokal an der Hauptstraße. Dort trifft man sich regelmäßig freitags und samstags. Jeder Künstler hat indes eine eigene Richtung und Technik, sodass diese Ausstellung der Gruppe mit dem selbstironischen Namen an Vielfalt kaum zu überbieten ist.

Doch bei aller Individualität im künstlerischen Schaffen: Innerhalb der Gemeinschaft haben sich Freundschaft, Austausch und Zusammenhalt entwickelt, wie einzelne Mitglieder im Gespräch berichten.

„Wir sind eine feste Gemeinschaft geworden“, erzählt Ronaldo Krack. Er selbst habe vor etwa zehn Jahren intensiv begonnen zu zeichnen, am Anfang stand ein Kursus. Vor dem Papier empfinde er tiefe Entspannung, berichtet Krack: „Es ist eine andere Welt.“

Die Stadt wird „aufgehübscht“

Angela Seebohm malt seit 1961 und beschäftigt sich mit experimenteller Fotografie. In den 1960er Jahren arbeitete sie im Agfa-Versuchslabor in Leverkusen. Auf die Frage, welches der jetzt ausgestellten Werke ihr am meisten am Herzen liegt, antwortet sie: „Alle! Kunstwerke sind wie Kinder.“

Sie schaffe ihre Werke zunächst einmal nicht für andere, sondern für sich selbst. „Da empfindet man schon eine enge Verbindung.“ Ronaldo Krack ergänzt, dass an erster Stelle eine Idee steht, die es dann zu entwickeln gelte.

Eine Idee der „FreiraumGestalten“ bestand darin, leere Schaufenster in der Mendener Innenstadt als Galerie zu nutzen – und sie so zu verschönern. Mehrfach stellten sie in Ex-Geschäften so lange Kunstwerke aus, bis sich eine Nachbesetzung fand. So tragen sie aktiv zur Stadtgestaltung bei – und wollen Menden erklärtermaßen zu einem schöneren Ort machen.

Neben Ausstellungen und in der Stadtverschönerung engagiert sich die Künstlergruppe auch für Hilfsaktionen wie die Knochenmarkspende und sammelt Geld dafür. Die „Gestalten“ wollen nachdenklich machen, auch mit ihren Bild-Überschriften. Eine lautet „Alleine zu zweit“.

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