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Die Wahlhelfer sollen in Menden mehr Geld erhalten

Wahlhelfer beim Auszählen: Welche Höhe des Erfrischungsgeldes ist gerecht?

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Wahlhelfer beim Auszählen: Welche Höhe des Erfrischungsgeldes ist gerecht? Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Menden.   Ratsantrag der Grünen sieht eine Erhöhung auf 50 Euro für Wahlhelfer in Menden vor. Heute ist der Antrag Thema im Hauptausschuss.

Die Wahlhelfer sollen in Menden ein deutlich höheres Er frischungsgeld bekommen. Die Grünen – namentlich ihr Ratsherr Andreas Salmen – machen sich in einem Ratsantrag dafür stark, den Betrag auf 50 Euro pro Tag zu erhöhen. Zielgruppe sind all diejenigen, die von ihrem Arbeitgeber keine zusätzliche Aufwandsentschädigung oder Zeitgutschrift erhalten. Denn städtische Mitarbeiter können auf das Geld – bislang gibt es für Helfer pauschal 30 Euro – verzichten und Freizeitausgleich geltend machen.

Bei den zurückliegenden Wahlen war Menden in Bezug auf die Bereitschaft von Helfern noch gut dran. Im Gegensatz zu vielen Städten in der Region erfolgten keine Hilferufe aus dem Rathaus, dass dringend noch Frauen und Männer gesucht werden. Das jedoch hatte vornehmlich nichts damit zu tun, dass es eine riesige Schar von Helfern aus der Bürgerschaft gab. Mit langem Vorlauf hatte die Stadtverwaltung regelmäßig die eigenen Mitarbeiter verpflichtet.

Der Grünen-Antrag zielt in zwei Richtungen: Einerseits sei die Erhöhung ein wichtiges Zeichen, andererseits könne mehr Gerechtigkeit für alle freiwilligen Helfer hergestellt werden, deren Arbeitgeber die Option einer Zeitgutschrift nicht vorsehen.

Zeichen der Wertschätzung

Bei der Stadtverwaltung ist die Botschaft angekommen. „Grundsätzlich wertet ein erhöhtes Erfrischungsgeld den Dienst für das Gemeinwohl natürlich auf“, heißt es gestern auf Nachfrage der WP aus dem Bürgermeisterbüro. Es bestehe jedoch kein aktueller Anlass für neue Regelungen. Denn unklar sei, ob 10 oder 20 Euro mehr Erfrischungsgeld tatsächlich zu einer erhöhten Bereitschaft führen würden. Für diese Sicht der Dinge könnte auch sprechen, dass schon jetzt zahlreiche Rathaus-Bedienstete den Freizeitausgleich vorziehen.

Bereits zur Landtagswahl im Mai hatte die Stadt das Erfrischungsgeld erhöht. Derzeit gilt: Die Mitarbeiter der Stadt, die bei der Wahl eingesetzt werden, können wählen zwischen dem gesamten Erfrischungsgeld in Höhe von 30 Euro bzw. als Wahlvorsteher 50 Euro und einer Zeitgutschrift. Bei einer Zeitgutschrift wird dann das Erfrischungsgeld auf zehn Euro reduziert.

Die unterschiedlichen Beträge resultieren aus deutlich höherem Zeitaufwand für die Wahlvorsteher. Denn die müssen bei Wahlen bereits um 7 Uhr im Rathaus die Koffer mit allen Unterlagen abholen und die Wahllokale herrichten. Hinzu kommt nach den jeweiligen Fünf-Stunden-Schichten vor Ort noch für alle das Auszählen am Abend – Ende offen – und danach die Rückkehr mit allen Unterlagen ins Rathaus.

Die Verwaltung setzt für die heutige Sitzung ein Signal. Sie würde für die weiteren Beratungen nach einem entsprechenden Auftrag durch den Hauptausschuss eine differenzierte Vorlage erstellen. Im weiteren Verlauf seien dann die politischen Gremien zu beteiligen.

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