Ehrenamt

Drei Tage Zeltlagerstimmung am Treff Alt Menden

KjG Bösperde sowie die Kolpingjugend Halingen haben bei der 72 Stunden Aktion mitgemacht.

KjG Bösperde sowie die Kolpingjugend Halingen haben bei der 72 Stunden Aktion mitgemacht.

Foto: Kristina Gajer

Menden.  72 Stunden lang haben die himmlischen Helfer gewerkelt und gebastelt. Das Ergebnis im Treff Alt Menden lässt sich sehen.

72 Stunden haben sich junge Menschen für das Gemeinwohl eingesetzt. Da vergangenes Wochenende im Sauerlandpark die Dankesfeier des Projektes stattfand, ist es wohl ein guter Moment, Revue passieren zu lassen, was die himmlischen Helfer alles erreicht haben. Dafür drehen wir den Zeiger noch etwas zurück.

Der Auftrag

Anfang Mai haben wir angefangen, Spendenaufrufe zu verschicken und die Aktion zu bewerben, bei der es darum geht, innerhalb von drei Tagen einen Auftrag zum Wohle der Gemeinschaft zu erfüllen – finanziert von Sponsoren und ausgeführt durch tatkräftige Ehrenamtliche. Nach langer Vorfreude war es dann am 23. Mai endlich soweit und um 17.07 Uhr erhielten die Verbände KjG und Kolpingjugend zusammen mit anderen Gruppen des Märkischen Kreises bei einer

Auftaktveranstaltung in Iserlohn ihre Aufgabe: für den Integrationstreff Alt Menden den Außenbereich neu zu gestalten, ein Regal im Keller zu bauen und die Ergebnisse dann bei einem Abschlussfest zu präsentieren. Der Abend nach der Verkündung ist traditionell frei „zur Schlachtplanung“ und die Zeit läuft dann von Freitag bis Sonntag. Dabei kamen uns wohl die zahlreichen Bauprojekte aus den vergangenen Zeltlagern zugute und in feinster Zeltlagermanier war auch ziemlich schnell die Entscheidung getroffen, die Sitzgelegenheiten für den Außenbereich aus Euro-paletten zu bauen und den Rest irgendwie aus Holz zusammenzuzimmern.

Der Start

Mit Anbruch unseres Zeitfensters war dann die größte Herausforderung, innerhalb von zwei Tagen alle Materialien zu beschaffen – das bedeutete telefonieren, rumfahren und noch mehr telefonieren. Besonders schwierig war es tatsächlich, an Mahlzeiten für die Helfer zu kommen, da viele Cateringfirmen so kurzfristig nichts mehr liefern können und die meisten großen Supermarktketten nicht für diese Art von Aktion spenden. Ausnahmen gab es dann aber doch und auch unsere Zeltlagerköchin hat uns mal wieder bestens versorgt.

Das Baumaterial hatten wir recht schnell zusammen und auch wenn die maßgefertigten Pläne von uns zum Teil eher maßimprovisiert wurden, haben wir doch ein ansehnliches Ergebnis zustande gebracht. Besonderes Talent erforderte es wohl, aus einer alten Federkernmatratze Sitzauflagen zu nähen; wie das geklappt hat, bleibt ein Betriebsgeheimnis.

Das Fazit

Einen Dank an all unsere großzügigen Spender haben wir in den sozialen Netzwerken gepostet, genauso wie weitere Bilder und Videos der Aktion. Eine tolle Hilfe war auch der ehemalige Bürgermeister Rudi Düppe, der unser Projektpate war, uns mit manchen Extrawünschen aus der Patsche half, ebenso die Projektpartner vom Treff Alt Menden. Besuch bekamen wir auch von den Verantwortlichen des BDKJ, die die 72-Stunden-Aktion im Märkischen Kreis auf die Beine gestellt haben, von Vertretern der höheren KjG-Ebene und dem Bischof – also ziemlich viel Wirbel um ein bisschen Holz und Farbe. Auch die Anwohner und Passanten warfen immer wieder neugierige Blicke auf unsere Hinterhof-Machenschaften.

Das Endergebnis

Am Sonntag bot sich ein klareres Bild: drei neue und von Kinderhand gestrichene Palettensofas samt Tisch, ein Mülltonnenüberstand mit Dachbepflanzung, ein aufgefrischtes Blumenbeet und weitere Dekorationen – nicht zu vergessen das Regal im Keller. Zum Präsentationsfest gab es kaum einen freien Platz auf den Sofas.

Noch mehr Fotos, Videos und Nachrichten aus Menden und Umgebung finden Sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben