Stellenbesetzung

Ein Bentroper Schützenkönig im Fröndenberger Kulturamt

Michael Tillmann (2. von rechts) tritt die Nachfolge von Mechthild Wittmann an. Sabine Dettmann, Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Ole Strathoff und Beigeordneter Heinz Günter Freck sind froh über die Verstärkung.

Michael Tillmann (2. von rechts) tritt die Nachfolge von Mechthild Wittmann an. Sabine Dettmann, Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe, Ole Strathoff und Beigeordneter Heinz Günter Freck sind froh über die Verstärkung.

Foto: Tobias Schürmann

Fröndenberg.   Michael Tillmann tritt in die Fußstapfen von Mechthild Wittmann. Er macht sich die bessere Vernetzung von Vereinen und Verwaltung zur Aufgabe.

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Es ist ein nahtloser Übergang. Nachdem die langjährige Kulturamtsleiterin Mechthild Wittmann Ende September in den Ruhestand ging, ist ihr Nachfolger inzwischen schon fest mit den nächsten veranstalterischen Höhepunkten der Ruhrstadt beschäftigt. Und mit der direkten Nachfolge ist der Verwaltung ein echter Coup gelungen. Michael Tillmann, der „Ur-Fröndenberger“, wie er sich selbst bezeichnet, will künftig für eine bessere Vernetzung von Vereinen und Verwaltung sorgen.

Seit dem 1. Oktober tritt Tillmann also in die Fußstapfen von Mechthild Wittmann. Und die sind bekanntlich groß. Veranstaltungen, Städtepartnerschaft, Kultur. Ein weites Feld für den gelernten Betriebswirt. Dabei kommt seine berufliche Neuorientierung nicht von ungefähr. Michael Tillmann, 46, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Verwurzelt ist er in der Palz; genauer gesagt in Bentrop. Da gehört es zum guten Ton, im Schützenverein aktiv zu sein. „Das Vereinswesen ist genau mein Ding“, sagt er. 2005 hat der 46-Jährige sogar den Vogel von der Bentroper Stange geholt. Mitglied ist er – mal mehr, mal weniger aktiv – in gleich sieben Schützenvereinen Fröndenbergs. „Das lässt sich perfekt mit der Arbeit in der Verwaltung verbinden“, freut sich Tillmann auf die Aufgaben, die vor ihm liegen.

Vereine und Verwaltung vernetzen

Gerade mit Blick auf die Schützenfestsaison fallen die umfangreich aus. Denn in diesem Jahr hat die Kreisverwaltung erstmals Sicherheitskonzepte für die Züge durch die einzelnen Ortsteile gefordert. Das führte vielerorts zu einer Abweichung von den seit langer Zeit bestehenden Routen. Die

Fragen in diesem Zusammenhang reißen nicht ab. Und genau dort liegt eine der Schnittstellen Tillmanns. Denn im Frühjahr will die Fröndenberger Verwaltung alle Schützenvereine wieder zu einem runden Tisch einladen, um offene Fragen zu klären. Ein Gespräch mit Landrat Michael Makiolla zum Thema steht noch aus.

In seinen neuen Job muss sich Michael Tillmann indes erst noch weiter einarbeiten. Zuvor war er bei der Sparkasse Hagen-Herdecke als Betriebswirt angestellt, dort unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und in die Gremienarbeit eingebunden. Vollkommen neu sind ihm die Verwaltungsabläufe daher nicht. Statt rund einer Stunde pendelt er nun nur noch gut zehn Minuten zu Arbeit. „So bleibt mehr Zeit für die Familie und soziales Engagement“, freut sich der 46-Jährige. Die Aufgaben für das laufende Jahr sind bereits abgesteckt, wie Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe erklärt.

Übergabe vorbereitet

Das „dickste Brett“, das derzeit zu Bohren sei, ist der Christkindelmarkt. Denn die Verwaltung muss für die Veranstaltung in die Bresche springen. Der Werbering kann es aus personellen Gründen nicht mehr stemmen und steht kurz vor der Auflösung. Auch aus diesem Grund wird die Zuständigkeit für Städtepartnerschaft vorerst aus Tillmanns Verantwortungsbereich herausgelöst. Rebbes Referentin Birgit Preising, wird dies zunächst übernehmen. Der Verwaltung, so Rebbe, sei es aber ein großes Anliegen gewesen, dass der Bereich Kultur nicht lange brach liegt. Er lobt schon jetzt den Einsatz des neuen Mannes, der künftig auch in der Tourist-Info zu finden sein wird. Der 46-jährige Familienvater habe in seinem Urlaub bereits an Teambesprechungen teilgenommen und in Absprache mit Mechthild Wittmann eine Übergabe vorbereitet.

Persönliche Ziele für die Arbeit, hat Michael Tillmann noch nicht. Dafür sei es nach rund zwei Wochen noch zu früh. So bleibt erst einmal vieles beim Alten.

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