Islamschule

Einladung in gefährliches Paradies

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Menden. Der Werbe-Flyer kommt unscheinbar daher. Ein Minarett, betende Hände und der Verweis auf die Internetseite www.einladungzumparadies.de.

Doch hinter morgenländischer Romantik und angeblich harmlosen Lehren über den Koran, steckt ein salafistischer Zirkel, den der Verfassungsschutz bereits unter Beobachtung hat.

Das Impressum der Internetseite, die auch unter der Adresse www.returnofislam.com zu erreichen ist, weist Braunschweig als Sitz der islamistischen Vereinigung aus. Vorstandsmitglied Sven Lau konnte auf Anfrage unserer Zeitung keine genauen Angaben darüber machen, wer die Werbezettel in Menden verteilt: „Wir haben viele Prediger, die diese Zettel vervielfältigen und verteilen können. Mitglieder suchen wir eigentlich auch nicht. Wir sind nicht wie ein deutscher Verein organisiert.“

Nicht so wie ein deutscher Verein organisiert zu sein, heißt für Prediger Lau, der auf besagter Homepage per Video gegen Islam-Gegner wettert, „dass der Vorstand nur freiwillig oder durch den Tod zurücktreten kann.“ Neue Mitglieder könne der Verein nicht gebrauchen. Lau: „Weitere Mitglieder würden wohl nur ihre Rechte einfordern und vielleicht Wahlen oder ein Amt fordern. Aber so geht das nicht bei uns.“ Demokratische Vereinsstrukturen? Fehlanzeige.

Der niedersächsische Verfassungsschutz hat den bislang in Braunschweig ansässigen Verein „Einladung zum Paradies“ bereits auf dem Radar. Der Verein vertrete salafistische Ansichten. Er betrachtet Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung seiner Ziele und Ideen. Die Denkrichtung ist laut niedersächsischem Verfassungsschutz im hohen Maße verfassungsfeindlich und orientiert sich an Quellen aus der Frühzeit des Islam.

Im Gegensatz zu anderen Islamisten, würden Salafisten zum Beispiel auch über die Versklavung von Ungläubigen diskutieren. Der Salafismus ist von großer Intoleranz gegenüber den anderen Weltreligionen und Ungläubigen geprägt.

Aktuell organisiert der Verein seinen Umzug von Braunschweig nach Mönchengladbach, wo von Spendengeldern eine neue Moschee errichtet werden soll. Vorstandsmitglied Lau: „Wir brauchen zwar keine Mitglieder, aber Spendengelder.“ Der Verein „Einladung zum Paradies“ bildet derzeit 200 Personen zu Predigern und Seminarleitern aus.

Der Leiter der Islamschule Muhammed Ciftci verkündete in einem Internet-Video, dass die Enthauptung von Menschen die angemessenste Strafe für die Abkehr vom Islam sei.

Radikal-islamische Ansichten, die auch auf der Internetseite unverblümt präsentiert werden. Dem Mendener Integrationsbeauftragten Rüdiger Midasch ist der Verein bislang nicht in seiner Arbeit begegnet: „Ich kenne die Vereinigung noch nicht.“

Vor dem bekannten Hintergrund ist es aber sinnvoll, Werbepost des Vereins zu ignorieren.

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