Tod in Quarantäne

Corona-Toter Menden: 76-Jähriger stirbt kurz nach Diagnose

Die Trauer um einen 76-Jährigen ist groß. Der Mann starb innerhalb kürzester Zeit nach der Diagnose.

Die Trauer um einen 76-Jährigen ist groß. Der Mann starb innerhalb kürzester Zeit nach der Diagnose.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Menden.  Ein 76-jähriger Mendener ist offensichtlich nur kurz nach der Corona-Diagnose verstorben. Angesteckt hatte er sich auf einer Auslandsreise.

Trauer in Menden: Ein 76-jähriger Senior ist in seiner Wohnung in der Hönnestadt mutmaßlich an den Folgen einer Covid-19-Infektion verstorben. Der Mann hatte sich während einer Auslandsreise mit dem Coronavirus angesteckt. Zwischen Diagnose der Erkrankung und dem Tod lag offensichtlich nur erschreckend wenig Zeit.

Mann infiziert sich während einer Auslandsreise mit Coronavirus

„Der Mann wurde erst zwei Tage vorher unter Quarantäne gestellt“, sagt Kreissprecherin Ursula Erkens. Details zu den Umständen will der Kreis mit Blick auf den Persönlichkeitsschutz des Verstorbenen nicht bekanntgeben. Die Umstände sieht Erkens aber auch noch einmal als „ein Signal, dass man Respekt vor diesem Virus haben muss.“ Es zeige sich, dass jetzt auch zunehmend wieder ältere Menschen stark gefährdet sind.

Der 76-Jährige hatte vor seinem Tod eine Reise im Ausland absolviert. Er müsse sich offensichtlich unterwegs mit dem Virus infiziert haben. Dann verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes in der Quarantäne offenbar so schnell, dass er noch nicht einmal mehr ins Krankenhaus eingeliefert werden konnte.

Märkischer Kreis nähert sich dem Inzidenz-Grenzwert von 50

Die Gesamtzahl der Corona-Toten steigt in Menden damit auf elf. Die Hönnestadt weist somit jetzt genau ein Drittel aller Todesopfer im Märkischen Kreis auf. Im gesamten MK-Gebiet ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert auf 100.000 Einwohner laut Robert-Koch-Institut am Mittwoch auf 46,6 (Dienstag: 42,7) angestiegen. Damit nähert sich auch der Märkische Kreis weiter der Warnstufe von 50 Infektionsfällen an. Im Mendener Rathaus berät deshalb in Kürze der „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“. Dieser Stab will weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Darunter könnte etwa die Ausweisung von Bereichen in der Innenstadt fallen, die nur noch mit Mund-Nasen-Schutz betreten werden dürfen. Ergebnisse werden in Kürze erwartet.

Auch im Kreis Unna ist der Inzidenzwert laut RKI nochmals stark angestiegen. Er liegt jetzt mit 90,4 (Dienstag: 83,8) und damit fast doppelt so hoch wie im MK. In einigen Städten des Kreises Unna gilt in Teilbereichen jetzt auch draußen eine Maskenpflicht. Das gilt auch für Fröndenberg.

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