Kampf der Ideen

Erster „Hackathon“ in Menden

Das Hackathon-Orgateam, das sich in  den Räumen der Stadtwerke erstmals beschnupperte – und gleich großen Elan zeigte: (von links) Prof. Dr. Raphael Pfaff, Simone und Roger Dirksmeier, Alessandra Gorini, Markus Fleige und Bernd Reichelt.Foto:Thomas Hagemann

Das Hackathon-Orgateam, das sich in den Räumen der Stadtwerke erstmals beschnupperte – und gleich großen Elan zeigte: (von links) Prof. Dr. Raphael Pfaff, Simone und Roger Dirksmeier, Alessandra Gorini, Markus Fleige und Bernd Reichelt.Foto:Thomas Hagemann

Menden.   Wer hat die besten Ideen zur öffentlichen Mobilität? Im April steigt dazu ein ganz besonderer Wettbewerb – für Menden eine Premiere.

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Das gab’s in Menden noch nie: Für die erste Runde eines „Hackathons“ vom 3. bis 6. April werden in Kürze junge Leute aus der Region gesucht, die Spaß daran finden, als Ideengeber und Entwickler an Programmen zur Zukunft der Mobilität mitzuwirken. Zum ersten Treffen kam das Organisationsteam am Donnerstag auf Einladung von Geschäftsführer Bernd Reichelt in den Räumen der Stadtwerke am Papenbusch zusammen.

Siegerteam fliegt nach Dubai

Ein Hackathon ist ein kreativer Wettstreit um die besten Ideen, und dem Siegerteam winkt die Teilnahme am World-Hackathon in Dubai. Beim letzten Wettkampf in Montreal, berichtete Alessandra Gorini von der Initiative „Youth for Public Transport“ (Jugend für öffentlichen Nahverkehr, kurz Y4PT), habe es überragende Ergebnisse gegeben. „Das war ein Riesenerfolg, aber dort ging es um Großstädte. Jetzt wollen wir sehen, was uns zum öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum einfällt.“ Ihre Definition eines Hackathons sei ganz einfach: „Er zeigt, was Zukunft ist.“

Hacker – das sind nach allgemeinem Verständnis Computerfreaks, die unerlaubt in Systeme eindringen, um an Daten zu kommen oder Schäden anzurichten. Hier aber meint der Begriff das höchst legale Knacken herkömmlicher Denk- und Vorgehensweisen. Der Rest des Begriffs stammt vom Marathon, der für den Wettstreit steht.

Hackathons starten meist mit Vorträgen zum Thema, dann werden Ideen für Projekte gesammelt und Teams gebildet. Sie setzen sich nach Interessen und Fähigkeiten zusammen, die sich idealerweise ergänzen. In der Arbeitsphase ist es bei mehrtägigen Veranstaltungen nicht ungewöhnlich, dass Teilnehmer am Veranstaltungsort schlafen und essen. Am Ende stellen die Teams ihre Ergebnisse vor, und eine Jury kürt das Siegerprojekt.

Mitorganisatorin des Hackathons ist die Mendenerin Simone Dirksmeier, Chefin der ProReSus GmbH. Sie hat gerade erst ein Nutzungskonzept für das Evidal-Gelände vorgelegt. Neben Firmen zur Entwicklung und Montage von Schienenfahrzeugen will sie ein Business-Center, ein Hotel und ein Sport-Hallenbad ansiedeln.

Im Orga-Team ist zudem Prof. Dr. Raphael Pfaff von der Fachhochschule Aachen. Sein Spezialgebiet im Maschinenbau ist die Schienenfahrzeugtechnik. Ihn hatte Roger Dirksmeier, Bruder von Simone und Geschäftsführer der Brandschutz-Firma Fogtec aus Köln, gewonnen. Mit von der Partie ist auch der Mendener Markus Fleige, der 2007 am Walburgis zu den Pionieren der dortigen Roboter-Teams zählte. Er ist heute selbstständig im IT-Bereich und Vorsitzender des Vereins „Technik begeistert“ mit Sitz in Fröndenberg. Von dort aus organisiert er den Roboter-Wettbewerb „World Robot Olympiad“ in ganz Deutschland.

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