Auszeichnung

Ex-Dorfsheriff Theo Beiske erhält das Bundesverdienstkreuz

Rückblick: Das 30. Volksradfahren in Fröndenberg – gleichzeitig Theo Beiskes letzte Tour als Polizist in der Ruhrstadt.

Rückblick: Das 30. Volksradfahren in Fröndenberg – gleichzeitig Theo Beiskes letzte Tour als Polizist in der Ruhrstadt.

Foto: Archiv/ Martina Dinslage

Fröndenberg. .  Große Ehre für eine der bekanntesten Persönlichkeiten Fröndenbergs: Theo Beiske hat das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen.

Riesige Ehre für Fröndenbergs bekanntesten Beamten: Ex-Dorfsheriff Theo Beiske hat das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen. Der passionierte Radfahrer hat die Ehrung nun auf Haus Opherdicke von Landrat Michael Makiolla entgegen genommen.

Andere Ehrenamtler setzen ihr Leben für andere aufs Spiel

„Eigentlich hab’ ich das Ding nicht verdient“, scherzt Theo Beiske. Die Redaktion erwischt ihn telefonisch auf einer E-Bike-Tour mit seiner Gruppe. Eine kurze Runde, nichts großes. Doch dass Beiske Großes geleistet hat, ist spätestens seit seinem Abschied aus dem aktiven Dienst jedem Fröndenberger klar. Und dafür hat er nun von Landrat Michael Makiolla das Bundesverdienstkreuz erhalten. Auf die Ehrung angesprochen, gibt sich der bekennende Bayern-München-Fan bescheiden: „Für mich hat jeder ehrenamtliche Feuerwehrmann, jeder bei der Bergwacht ober beim THW, die ihr Leben für andere aufs Spiel setzen, das Ding mehr verdient.“

Seit 1993 setzt er sich für Kinder- und Jugendprojekte ein. Im Rahmen einer Veranstaltung der International Police Association (IPA) hätten er und seine Frau in Freiburg das erste Mal Kontakt mit Hilfsprojekten gehabt. Damals, erinnert sich Beiske, hat es einen Vortrag über ein Feriencamp-Projekt gegeben. Einen 14-jährigen Jungen habe er gefragt, wie oft er schon dabei war. „Da hat er gesagt: zwei Mal. Und wenn ich nächstes Jahr noch lebe, fahre ich wieder hin.“ Das habe Beiske tief beeindruckt – und nachhaltig geprägt.

Besuch der Zachert-Stiftung angekündigt

Für seinen Einsatz für die Isabell-Zachert-Stiftung hat er inzwischen weit über die Grenzen der Ruhrstadt Bekanntheit erlangt. Er nehme das Bundesverdienstkreuz nur für all diejenigen an, die ihn und das Spendenprojekt in den vergangenen Jahrzehnten unterstützt haben. Beiske dachte sogar kurzzeitig daran, die Ehrung abzulehnen. „Den ganzen Rummel mag ich nicht so, das ist nicht meine Welt“, erklärt Beiske im Gespräch mit der Westfalenpost.

Er hoffe, dass er „den Tag übersteht“. Hoher Besuch von der Zachert-Stiftung habe sich auch schon angekündigt, freut sich der 64-Jährige.

Seit dem Start seines Hilfsprojekts habe sich einiges verändert. Zunächst ging es um Unterstützung im heimischen Tischtennisverein, später zog das Engagement Beiskes immer weitere Kreise. Anfänglich habe er das verhaltene Ziel gehabt, 20.000 Euro zu sammeln. „Für jeden Fröndenberger einen Euro“, sagt er und lacht. Dieses Ziel ist längst überschritten. Aktuell steht die Spendenuhr bei rund 181.000 Euro. Und ans Aufhören denkt der Ex-Dorfsheriff noch lange nicht. „Ich mache es ja auch wirklich gerne.“

Ein Wunsch zum Start der Fußball-Bundesliga bleibt

Einen Wunsch hat er trotzdem noch: „Wollen wir mal hoffen, dass wir den Leroy Sané noch holen.“ Wer Theo Beiske kennt, der weiß, dass er glühender Anhänger des FC Bayern München ist. Spätestens nach dem wohl wichtigsten Spiel des Jahres – dem Supercup – müsse „der beste Verein Deutschlands“ nun zur Spitze aufschließen, scherzt der 64-Jährige, bevor er sich wieder auf sein E-Bike schwingt und weiter durch die Ruhrstadt radelt.

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