Sport im Corona-Lockdown

Fitness-Tipps: Menden ist auch im Herbst ein Paradies

Ob Joggen in der Waldemei oder Training auf der Anlage: Menden bietet in fast allen Stadtteilen zahlreiche Möglichkeiten für den Outdoorsport. Wie man’s richtig anfängt, sagt Hans-Jürgen Kasselmann vom Marathon-Club Menden.

Ob Joggen in der Waldemei oder Training auf der Anlage: Menden bietet in fast allen Stadtteilen zahlreiche Möglichkeiten für den Outdoorsport. Wie man’s richtig anfängt, sagt Hans-Jürgen Kasselmann vom Marathon-Club Menden.

Foto: Fabian Vogel

Menden.  Menden ist auch in der kalten Jahreshälfte und im Lockdown zum Fithalten ideal. Wie man sein Lauf-Pensum aufbaut und Verletzungen vermeidet.

Der seit dem 1. November gültige zweite Lockdown führt dazu, dass viele Sportler sich fragen, wie sie sich fit halten sollen. Ab sofort ist Individualsport angesagt. Allerdings gibt es hierbei gerade in der nassen und kalten Jahreszeit einiges zu beachten. Hans-Jürgen Kasselmann ist 1. Vorsitzender des Marathonclubs Menden (MCM). Durch seine jahrzehntelange Erfahrung weiß der 67-Jährige, was gerade im Winterlockdown wichtig ist. Er gibt einige Tipps und Hinweise, die sowohl für Leistungs- als auch für Breitensportler interessant sind.

Die Abwechslung durch den Sport kann auch den Corona-Frust abbauen

„Nichts ist schöner, als im Herbst zu laufen. Der Wald lädt den Läufer, egal bei welchem Wetter, gerade dazu ein, zu trainieren“, sagt Kasselmann. Die fast 400 Mitglieder des MCM lassen sich von ihrem Grundsatz nicht abbringen – auch nicht in Zeiten der Pandemie. Weitermachen. Entweder allein oder zu zweit ist ihr Motto. „Durch die Abwechslung über den Sport können die Menschen ihren Frust abbauen, der sich gerade in diesen Zeiten angestaut hat“, sagt der 67-Jährige.

Ganz wichtig: Strecken, Tempo und Rhythmus variieren – das erhöht den Spaßfaktor

Abwechslung ist in seinen Augen auch das Schlüsselwort, wenn es darum geht, sich im Herbst und Winter während des Lockdowns fit zu halten. „Man sollte immer etwas anderes machen. Ich bin mit meinen Athleten in Kontakt und gebe ihnen Trainingspläne. Sie sollen dabei verschiedene Strecken laufen, damit sie den Spaß am Sport während der wettkampffreien Phase nicht verlieren.“ Aber auch für die Breitensportler gilt es im Training zu variieren. Verschiedene Streckenlängen, verschiedene Geschwindigkeiten, bergige Strecken, flache Strecken, Gehphasen oder Übungen – all das kann den Spaßfaktor für jedermann erhöhen.

Wenn’s richtig kalt wird: Im Winter lieber lange und langsam

Eins ist für Kasselmann ebenfalls entscheidend. „Wer Ausdauer trainiert, sollte sich vorher Ziele setzen und nicht einfach drauf loslaufen. Zum Beispiel können Sportler die Laufzeit langsam von 30 auf 40 oder auf 60 Minuten erhöhen. Wichtig ist, dass man sich realistische Ziele setzt. Denn man sollte sich selbst gerade aktuell mit dem Sport nicht unter Druck setzen, sondern ihn als Ablassventil nutzen.“ Ideal sei ein Wechselspiel zwischen Belastung und Regeneration – auch um Verletzungen vorzubeugen. Da es Winter meist schon dunkel ist, wenn Berufstätige ihre Laufschuhe schnüren wollen, empfiehlt der MC-Vorsitzende eine Stirnlampe. „Am besten besorgen sich die Läufer Stirnlampen mit unterschiedlichen Lichtstärken. Wenn ich die Strecke sehr gut kenne, brauche ich nicht so viel Licht, als wenn ich eine Route zum ersten Mal absolviere.“

Auch beim Laufen auf Nummer sicher gehen: Warnweste oder reflektierende Schuhe

Grundsätzlich geht für den 67-Jährigen die Sicherheit aber vor. Deshalb empfiehlt er auch das Tragen einer Warnweste oder reflektierender Schuhe. Generell rät Kasselmann dazu, im Winter lieber lange und langsam zu laufen. Im Frühjahr könne man bei hellen Bedingungen schneller laufen.

„Wenn man gegen die Natur trainiert, ist der Erfolg nicht sichergestellt“, erklärt er. Beim MC Menden haben die Läufer feste Pärchen gebildet, die zu Zeiten des Lockdowns immer zusammen laufen. „Daraus entstehen Freundschaften und Beziehungen, aus denen man während der Coronazeit zusätzlich Kraft schöpfen kann“, erklärt der 67-Jährige.

Von neuen Freundschaften, Zwiebeltechnik und Wohlfühlpuls

Kleidungstechnisch setzt Kasselmann auf das Zwiebelprinzip. Sobald der Sportler aber warm ist, kann er sich Handschuhe, Mütze und Co. entledigen. Für fortgeschrittene Sportler lohne sich das Tragen einer Pulsuhr. „Wer jetzt trainiert, sollte dies im Bereich von 60 bis 75 Prozent der Maximalpulsfrequenz tun. Das ist der sogenannte Wohlfühlpuls.“

Kasselmann gibt über seine Mailadresse kasselmann@marathonclubmenden.net gern weitere Tipps zur Lauftechnik und zum Laufen im Allgemeinen.

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