Maria 2.0

Frauenstreik für Kirchenreformen findet in Menden kaum statt

Katholikinnen demonstrieren für Reformen in der Kirche, wie auf diesem Bild aus Freiburg. In Menden hält sich der Protest noch in Grenzen. Foto:Patrick Seeger/dpa

Katholikinnen demonstrieren für Reformen in der Kirche, wie auf diesem Bild aus Freiburg. In Menden hält sich der Protest noch in Grenzen. Foto:Patrick Seeger/dpa

Menden.   Frauen demonstrieren bundesweit für eine Reform der katholischen Kirche. In Menden ist der Aufschrei gering, Befürworterinnen gibt es aber.

Bundesweit erheben Frauen in katholischen Gemeinden ihre Stimme. Unter dem Motto „Maria 2.0“ fordern sie unter anderem den Zugang zu allen Kirchenämtern für Frauen und die Abschaffung des Zölibats. Eine weitere zentrale Forderung ist die Aufklärung der Missbrauchsfälle.

In Menden plant die Katholische Frauengemeinschaft (Kfd) zurzeit keine Proteste. Ingrid Förster vom Kfd-Bezirk Menden sagt: „Es gibt vom Kfd-Diözesanverband Paderborn keine offizielle Aktion. Jede einzelne Kfd kann vor Ort für sich entscheiden.“

Maria 2.0: kfd verweist auf Aktion „#MachtLichtAn“

Im Bezirk Menden verweist Förster auf die Aktion „#MachtLichtAn“, bei der bereits im vergangenen Dezember Frauen eine Aufklärung der Missbrauchsfälle forderten.

Bei einem Gottesdienst in der Wallfahrtsbasilika in Werl war der Streik in dieser Woche Gesprächsthema, wie Förster berichtet: „Die Frauen, mit denen ich bisher darüber gesprochen habe, befürworten den Protest. Ich ziehe meinen Hut vor denen, die streiken.“ Beim Streben nach dem Diakonat der Frau sei die Kfd „schon immer am Ball“ gewesen.

Viele Frauen im Gottesdienst

Mechthild Mende von der Kfd Anna in Menden sagt: „Ich habe vor zwei Monaten zum ersten Mal von ‘Maria 2.0’ gehört.“ Am Wochenende hatte die Streikwelle die Mendener Gemeinde noch nicht erreicht. „Ich habe am Sonntag viele Frauen in der Kirche gesehen.“

In anderen Städten Deutschlands, wie zum Beispiel in Meschede, bleiben Frauen in dieser Woche den Messen fern oder halten eigene Gottesdienste ab. Manche haben ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten niedergelegt.

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