Sanierung

Friedhofskapelle am Lahrweg in Menden wird gedreht

Zurzeit finden hier keine Trauerfeiern statt: Die Friedhofskapelle auf dem katholischen Friedhof am Lahrweg wird derzeit saniert und umgebaut.

Zurzeit finden hier keine Trauerfeiern statt: Die Friedhofskapelle auf dem katholischen Friedhof am Lahrweg wird derzeit saniert und umgebaut.

Foto: Frank Saul

Menden.   Die Kapelle am katholischen Friedhof am Lahrweg wird saniert. Zurzeit finden die Trauerfeiern in der St.-Paulus-Kirche statt.

Die Friedhofskapelle auf dem katholischen Friedhof am Lahrweg wird derzeit komplett neu gestaltet. Ein Neubau der in den 60er Jahren gebauten Kapelle wäre aus Sicht der Gemeinde zu teuer geworden, so dass die Entscheidung für einen Umbau fiel, wie der verantwortliche Architekt Nils Kemper auf WP-Nachfrage erklärt. Im Zuge der Grundsanierung ist die Gesamtkonzeption des Gotteshauses überarbeitet worden.

Zentrale Änderung ist die Neugestaltung und Neuausrichtung des Feierraums. Dieser Raum war bisher eher dunkel und beengt, bei manchen Trauerfeiern musste ein Teil der Besucher draußen stehen, weil im Inneren nicht ausreichend Plätze vorhanden waren. Das wird sich nun ändern. Der Feierraum wird doppelt so groß wie bisher. Dazu wird die Fläche, auf der bislang ein Aufenthaltsraum für Gärtner und ein Umkleidebereich für Pastöre waren, verwendet, erklärt Nils Kemper.

Anlage wendet sich zum Licht

Die Anlage wendet sich hin zum Licht. „Wir haben den Feierraum gedreht“, erläutert Nils Kemper die Planungen. Der Raum werde nun nach Osten ausgerichtet.

Insgesamt soll das Innere des Feierraums viel heller gestaltet werden. „Der Raum war bislang sehr dunkel und hatte keinen Bezug zum umliegenden Park“, so der Architekt. „Und der Park sollte unbedingt in die Planungen mit einbezogen werden.“ Künftig sei für Besucher der Blick in den Park geöffnet.

Durch große Panoramafenster solle ausreichend Licht ins Innere gelangen. Auch Wände und Fußboden werden hell gestaltet.

Pathologie geplant

Was viele Besucher nicht ahnen: Unter der Kapelle gibt es einen Keller. Dieser wurde viele Jahre nicht genutzt, weiß Bauleiter Nils Kemper: „Der ist stark durchfeuchtet.“ Ursprünglich sei im Keller mal eine Pathologie für den Märkischen Kreis geplant gewesen: „Da war alles schon vorbereitet, es wurde aber nichts umgesetzt.“

Die Sanitäranlagen werden aus dem Keller ins Erdgeschoss verlegt, „und sind natürlich auch behindertengerecht“. Neu sind auch zwei klimatisierte Abschiedsräume, in denen Trauernde künftig in Ruhe einige Zeit beim Verstorbenen bleiben können.

Friedhofsverwaltung im Keller

In den (sanierten) Keller zieht ein Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung, der hier als Ansprechpartner zur Verfügung stehen wird.

Vor der Kapelle soll es Sitzgelegenheiten geben, so dass das Gotteshaus für Besucher eine Anlaufstelle zum Innehalten, zum Verweilen sein kann. „Das ganze Ambiente wird viel friedvoller sein“, erklärt Nils Kemper.

Raum wird heller

Die erste Resonanz durch Friedhofsbesucher, die beim Bauleiter und seinem Team gelandet ist, war überaus positiv, freut sich Nils Kemper: „Vor allem dass der Raum jetzt heller wird, begrüßen viele.“

Im März sind die Bauarbeiten gestartet, voraussichtlich im September sind sie abgeschlossen. Bis dahin finden die Trauerfeiern in der St.-Paulus-Kirche Lahrfeld statt. Der Friedhof wird nach den Trauerfeiern über den oberen Eingang des Friedhofs „Im Tiefen Winkel“ erreicht.

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