Kommunalwahl

Fröndenberg: Keine Empfehlungen für die Stichwahl

Gehen in zwei Wochen in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt in Fröndenberg: Heinz Günter Freck (links) und Sabina Müller (rechts). Von der Konkurrenz gibt es derweil noch keine Empfehlung.

Gehen in zwei Wochen in die Stichwahl ums Bürgermeisteramt in Fröndenberg: Heinz Günter Freck (links) und Sabina Müller (rechts). Von der Konkurrenz gibt es derweil noch keine Empfehlung.

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.  FWG und Grüne wollen kurz nach der Kommunalwahl noch keine Empfehlung für die Stichwahl in zwei Wochen abgeben.

FWG und Grüne halten sich nach der Kommunalwahl mit einer Empfehlung für die Stichwahl noch bedeckt. Sowohl Matthias Büscher (FWG) als auch Frank Schröer (Grüne) wollen dafür entsprechende Fraktionssitzungen abwarten.

Fraktionssitzungen sollen Ausschlag geben

Nach der Wahl ist vor der Wahl könnte man – in Anlehnung an Sepp Herbergers legendären Spruch – zwei Wochen vor der Stichwahl in Fröndenberg sagen. Am 27. September wird sich die Nachfolge von Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe zwischen Sabina Müller (SPD) und Heinz-Günter Freck (CDU/FDP) entscheiden.

Das Zünglein an der Waage werden dabei vor allem die Wähler sein, die ihr Kreuz am vergangenen Sonntag bei Matthias Büscher und Frank Schröer gesetzt haben. Zusammen holten die Kandidaten von FWG und Grünen rund 40 Prozent der Stimmen. Doch mit einer Wahlempfehlung halten sich beide zurück.

„Wir werden das in der Wählergemeinschaft besprechen“, erklärt Büscher auf WP-Anfrage. Ähnlich hält es auch Frank Schröer, der die Fraktionssitzung am Abend nach der Kommunalwahl abwarten will. „Ich halte mich da mit meiner Meinung zurück“, so Schröer. Gleichwohl sollte seiner Ansicht nach der künftige Bürgermeister auch in der Ruhrstadt leben – mit einem gleichlautenden Credo hatten FWG und SPD bereits im Wahlkampf argumentiert.

FWG will angreifen

Derweil hat sich die anfängliche Enttäuschung bei FWG-Fraktionschef Büscher schnell in Freude „über unseren Wahlsieg“ gewandelt. Als Wählergemeinschaft habe man einen „richtig guten Wahlkampf geführt“, der schlussendlich drei zusätzliche Sitze im neuen Rat eingebracht habe. „Ich will mich auf jeden Fall weiter für die Bürger einsetzen, jetzt noch intensiver. Wir werden angreifen“, sagt Büscher und gibt damit die Richtung für die kommende Legislaturperiode vor.

Vordringlich will sich die FWG unter anderem auf die KAG-Beiträge und die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans konzentrieren. „Aber auch den Haushalt werden wir im Blick behalten“, versichert Matthias Büscher. Zudem wolle er Fraktionschef bleiben und sich in dieser Funktion wieder zur Wahl stellen. „Ich mache das jetzt elf Jahre, mindestens einmal kann ich das jetzt auch noch“, sagt er. Dabei sollen vor allem neue Gesichter der FWG Profil verleihen. Mit Sohn Marvin Büscher und Alexandra Labs stehen zwei Nachwuchskräfte für die kommende Ratsperiode bereits in den Startlöchern.

Grüne: Themen kritisch hinterfragen

Grünen-Kandidat Frank Schröer zeigt sich im Nachhinein sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Allerdings sei es keine Überraschung, dass die beiden großen Volksparteien das Amt unter sich ausmachen. Dass Schröer nach einem – wie er sagt – anstrengenden Wahlkampf weiter politisch aktiv bleiben möchte, hatte er bereits am Sonntagabend bekannt gegeben. „Das Mittel der Wahl ist es da sicherlich, sachkundiger Bürger zu sein“, so Schröer.

Gleichwohl habe er im stressigen Wahlkampf verschwitzt, sich künftig auch im Rat zu engagieren. „Dazu habe ich mir erst im Laufe der vergangenen Wochen Gedanken gemacht“, gibt Schröer zu. Den „Schmusekurs“, den alle vier Bürgermeisterkandidaten mit gleichlautenden Themenschwerpunkten gefahren hätten, will Schröer nun nutzen, um „genau hinzusehen“. Dabei gelte es vor allem, die Dinge kritisch zu hinterfragen. „Ich bin politisch angekommen“, bringt es Frank Schröer daher auf den Punkt.

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