Tierquälerei

Fröndenberger Fohlen erholt sich in Tierklinik

Fröndenberg zählt zu den Städten mit den meisten Pferden im Kreis Unna. Hier grasen Vierbeiner auf einer Koppel Am Thabrauck.

Fröndenberg zählt zu den Städten mit den meisten Pferden im Kreis Unna. Hier grasen Vierbeiner auf einer Koppel Am Thabrauck.

Foto: Martina Dinslage

Fröndenberg.   Das fünfeinhalb Monate alte Fohlen erholt sich von der vermeintlichen Messerattacke. Noch dauert es, bis Monty nach Fröndenberg zurückkehren kann.

Auch gut eine Woche nach dem vermuteten Messerangriff auf ein fünf Monate altes Fohlen namens „Monty“ sind die Pferde von Thomas Dülken noch immer unruhiger als sonst. Wie berichtet, wies Montys Hinterlauf auf der Weide eine etwa 20 Zentimeter lange Schnittwunde bis auf den Knochen auf. Die Herde wirkt seither unsicher und schreckhaft. Viele Pferdefreunde haben sich auf der WP-Internetseite über diese Tat empört.

Komplikationen an der Naht

„Ich werde so was niemals begreifen, da fehlen einem die Worte“, oder: „Da bleibt einem als Pferdehalter nur das Aufrüsten... Kameras“, waren Reaktionen im Internet auf die Berichterstattung.

Letzteres hat auch Thomas Dülken vor, sobald seine Tiere samt Monty im kommenden Jahr auf die Weide an der Käsekiepe zurückkehren: Er habe sich fest vorgenommen, Wildkameras aufzustellen. Die sollen abschreckend wirken und bei der Aufklärung helfen, „falls doch noch etwas passiert“. Dann liege zumindest Videomaterial zur Auswertung bereit.

Der fünf Monate alte Monty befinde sich derweil auf dem Wege der Besserung. „Dem Kleinen geht es den Umständen entsprechend gut, auch wenn er jetzt eine Kolik bekommen hat“, berichtet Dülken auf Nachfrage. Zwar sei die Wunde in der Tierklinik Telgte aufgeplatzt – die schlimmste denkbare Komplikation. Doch habe sich herausgestellt, dass die Wunde auch ohne Naht verheile. So kann Dülken halbwegs Entwarnung geben.

Allerdings brauche Montys Genesung deutlich mehr Zeit als angenommen. Aus zehn Tagen Aufenthalt in der Tierklinik werden aller Voraussicht nach zwei Wochen. „Er ist aber putzmunter“, sagt Dülken. Bis Monty wieder auf der Weide mit seinen Artgenossen herumtollen kann, könnten indes noch einige Wochen verstreichen. Denn die Entlassung aus der Tierklinik ist erst möglich, wenn Familie Dülken das Tier selbst wieder versorgen kann. Und nach der Rückkehr muss Monty im Stall ausharren.

Pferde noch durcheinander

Die Herde, die inzwischen an einem anderen Ort untergebracht ist, habe sich zwar etwas beruhigt, reagiere auf Menschen aber noch immer noch distanziert. Es seien wie beim Menschen nicht nur die körperlichen, sondern vor allem psychologische Folgen, die den Tieren zu schaffen machen. „Es ist schon besser geworden als in den ersten Tagen“, berichtet Dülken. Geholfen hätten dabei vor allem Ausritte, die seine Frau und seine Tochter unternommen haben. Eine gewisse Ablenkung, schätzt Dülken, tue auch den Tieren gut nach den aufwühlenden Erlebnissen.

Für mehr Wachsamkeit anderer Pferdebesitzer hat die Geschichte von Familie Dülken bereits gesorgt. Über Instagram hat sich eine Frau aus Unna gemeldet, deren Tier ebenfalls attackiert wurde.

Geholfen haben dabei vor allem Ausritte, die seine Frau und seine Tochter mit den Pferden unternommen haben. Eine gewisse Art der Ablenkung, schätzt Dülken, tue auch den Tieren gut nach den aufwühlenden Erlebnissen.

Für mehr Wachsamkeit anderer Pferdebesitzer hat die Geschichte von Familie Dülken bereits gesorgt. Über Instagram hat sich eine Frau aus Unna gemeldet, deren Tier ebenfalls attackiert wurde.

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