Infrastruktur

Fröndenberger Politik strebt Poller-Lösung für Marktplatz an

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: Autos sollen künftig nicht mehr über den Fröndenberger Marktplatz rollen. 

Ein Bild, das bald der Vergangenheit angehört: Autos sollen künftig nicht mehr über den Fröndenberger Marktplatz rollen. 

Foto: Tobias Schürmann

Fröndenberg.   Die Sperrung des Fröndenberger Marktplatzes ist beschlossene Sache. Nun geht es um die Umsetzung. Wie die aussehen soll, steht bald fest.

Die Marktplatz-Sperrung ist trotz des gültigen Ratsbeschlusses weiterhin heiß diskutiert. Wie die Sperrung künftig aussehen soll, wird der Bauausschuss in dieser Woche festlegen. Zwei verschiedene Varianten stehen zur Auswahl.

Im September 2018 hat der Rat die Schließung des Marktplatzes für den allgemeinen Fahrzeugverkehr beschlossen. Doch wie genau die Sperrung umgesetzt werden soll, steht noch aus. Klärung versprechen sich Politik und Verwaltung nun vom nächsten Bauausschuss. Dort werden zwei verschiedene Alternativen vorgestellt. Was bereits fest steht: Es wird auf versenkbare Poller an der Zufahrt vonseiten der Karl-Wildschütz-Straße hinauslaufen, um die Durchfahrt für Krankentransporte, Lieferverkehr oder Feuerwehr zu gewährleisten. Die Sperrung geht einher mit der Überplanung des Areals in der Stadtmitte im Zuge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). „Zur Stärkung dieser städtebaulichen Maßnahme“, wie es heißt, solle daher auch der Marktplatz gesperrt werden.

Insgesamt sechs Poller sollen die Querung künftig verhindern, die Ausfahrt an der Straße Im Stift wird durch vier Sperrvorrichtungen gesichert.

Steuerelement enthalten

„Diese Absperrpfosten sind in der Lage, ein Fahrzeug von 6,8 Tonnen Gewicht mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h zu stoppen. Jeweils zwei Sperrvorrichtungen auf jeder Seite der Querung sind versenkbar und verfügen über eine Steuerung sowie Sicherheitsvorkehrungen“, heißt es in der entsprechenden Verwaltungsvorlage.

Beim Versenken der Poller ertönt ein akustisches Signal und eine LED-Beleuchtung wird aktiviert. Die Ausfahrdauer der Poller beziffert die Verwaltung mit rund acht Sekunden, versenkt werden sollen sie in viereinhalb Sekunden. Um den Marktplatz über die Straße im Stift zu verlassen, soll die Sperrvorrichtung per Induktionsschleife – ähnlich einer Ampel – ausgelöst werden. Damit die Poller im Winter nicht festfrieren, sorgt eine integrierte Heizung für die Nutzung in der kalten Jahreszeit.

Zufahrtsmöglichkeiten für Anlieger

Die Sperrvorrichtungen in der Karl-Wildschütz-Straße erhalten laut Verwaltung ein Steuerelement, das die Zufahrt über den Markt für Anlieferzwecke zu einem bestimmten Zeitraum ermöglicht. An Markttagen soll die Zufahrt von 5.30 bis 7 Uhr allgemein ermöglicht werden. Für später eintreffende Marktbeschicker werden Einzelfallregelungen getroffen. „Direkte Anlieger des Marktes, die keine alternativen Zufahrtsmöglichkeiten zu ihren Garagen oder Stellflächen bzw. zur Anfahrt von Wohnungszugängen haben, erhalten ebenfalls eine codierte Magnetkarte“, heißt es weiter. So solle die Erreichbarkeit der Grundstücke auch außerhalb der geregelten Zeiten möglich sein.

Um den Bereich auch optisch ansprechend zu gestalten, empfiehlt die Verwaltung, das Aufstellen großflächiger Pflanzhochbeete.

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