Gastronom

Gaststätte „Zum Wannebach“ bleibt geöffnet

Thorsten „Toto“ Kannengießer (links) und Peter Nagelschmidt

Thorsten „Toto“ Kannengießer (links) und Peter Nagelschmidt

Foto: WP

Platte Heide.   Thorsten „Toto“ Kannengießer und Peter Nagelschmidt übernehmen die Gaststätte „Zum Wannebach“ auf der Platte Heide. Beide sind erprobte Gastronomen.

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Das traditionsreiche Gasthaus „Zum Wannebach“ auf der Platte Heide ist nach wie vor geöffnet. Nachdem der ehemalige Pächter seinen langfristigen Vertrag um Ostern kurzfristig kündigen musste, übernehmen jetzt zwei erprobte Gastronomen: Die Geschäftspartner Peter Nagelschmidt und Thorsten „Toto“ Kannengießer sind vorerst neue Betreiber des Lokals.

Bei der Übernahme handele es sich um einen Freundschaftsdienst, betonen die beiden neuen Chefs am Tresen. „Es ist nicht unsere Absicht, die neuen Großgastronomen im Sauerland zu werden“, vielmehr wollten sie „eine Traditionsgaststätte vor dem Aus bewahren“, nennt Nagelschmidt die Absicht. Dabei hatten die beiden die Leitung einer Kneipe keineswegs geplant. Die Übernahme sei sehr spontan erfolgt. „Es war eine unbefleckte Empfängnis“, resümiert Peter Nagelschmidt schmunzelnd. Am wichtigsten sei dabei, dass die Weiterführung des Gasthauses fließend geschieht. Die 55 Kegelgruppen, die zwei Bahnen regelmäßig nutzen, sollten keinen einzigen Tag vor verschlossener Tür stehen.

Am gemütlichen Interieur wollen die beiden Unternehmer nichts verändern, man nehme lediglich einige Reparaturen vor, erklärt „Toto“ Kannengießer. Auch das Team, das den beiden Neulingen tatkräftig zur Hand geht, bleibt in gewohnter Zusammensetzung bestehen. Einzig ein zweiter Koch soll bald Unterstützung leisten.

Die Tradition hochhalten

Die neuen Chefs legen Wert auf die bekannten Gesichter und das gewohnte Umfeld. „Es ist ein Traditionshaus, und das soll auch so bleiben“, stellt Peter Nagelschmidt bestimmt fest. Auch die gewohnte Speisekarte ändert sich nur geringfügig. Kannengießer betont dabei die Besonderheit der Küche, die in dieser Gastronomie selten sei: „Der Koch macht alles frisch.“

Die mittelfristigen Planungen bezüglich des Gasthauses „Zum Wannebach“ lassen die Geschäftspartner indes offen. Vorerst warten die beiden noch auf einen zuverlässigen neuen Pächter. „Wenn jemand kommt, der passt, dann kann er’s haben“, sagt Thorsten Kannengießer. „Aber es kann auch sein, dass wir es selbst weitermachen.“ Und Nagelschmidt ergänzt: „Die Gaststätte besitzt viel Sympathiepotenzial.“ Ein Zeitfenster setzen sich die beiden Unternehmer aber nicht. Falls sich ein neuer Pächter finden sollte, sei es wichtig die Gaststätte auf jeden Fall „auf Vordermann“ zu hinterlassen, damit es der Nachfolger einfacher hat.

Eine erste Änderung haben die beiden Unternehmer für das Gasthaus allerdings im Hinterkopf. Falls ihr Engagement doch länger ausfallen sollte, planen die Betreiber einen Biergarten anzulegen. „Alles andere wäre doch eine Schande“, sieht Nagelschmidt in der schönen Anlage Raum für neue Ideen.

Die Übernahme des traditionsreichen Lokals ergab sich für die Geschäftspartner durch das freundschaftliche Verhältnis zur Besitzerin des Hauses. Diese stand nach dem krankheitsbedingten Ausfall des bisherigen Pächters urplötzlich ohne Wirt da. Der alte Pachtvertrag wäre noch neun Jahre gelaufen.

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