Minus-Geschäft

Geburtsstation im Vincenz-Krankenhaus rechnet sich nicht

Das Foto zeigt Nashide Gashi aus dem Kosovo mit den Zwillingen Leon und Leonita (v.l.) im Krankenhaus St. Vincenz in Menden.

Das Foto zeigt Nashide Gashi aus dem Kosovo mit den Zwillingen Leon und Leonita (v.l.) im Krankenhaus St. Vincenz in Menden.

Foto: Arne Poll

Menden.   Das Vincenz-Krankenhaus in Menden verdient mit Geburten kein Geld. Der katholische Träger will die Abteilung aber dauerhaft querfinanzieren.

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Die Geburtsstation im Vincenz-Krankenhaus rechnet sich nicht. „Wir verdienen kein Geld mit Geburten“, sagt Krankenhaussprecher Christian Bers von den katholischen Kliniken MK. Letztlich finanziere sich die Station über eine Quersubventionierung durch andere gewinnbringende Abteilungen. Der Träger stehe aber trotz der Verluste weiter zur vergleichsweise kleinen Geburtsabteilung. „Als katholischer Träger denken wir da vielleicht anders als andere Träger.“

Im vergangenen Jahr war die Zahl der Geburten im Vincenz-Krankenhaus wieder leicht angestiegen. 512 Kinder kamen zur Welt. Im Vorjahr waren es 491. Die Grenze von 500 Geburten gilt in etwa als Grenze für die Überlebensfähigkeit.

Wie könnte sich die Station selbst tragen? „Indem man die Zahl der Geburten steigert“, sagt Bers. Viele Eltern suchen sich aber bewusst Häuser mit angeschlossener Kinderstation. Der Trend geht zu Schwerpunktzentren. Die Verantwortlichen in Menden wollen bewusster herausstellen, dass sie diese Geburt am Fließband nicht bieten. Denn auch die Nachfrage nach Gelassenheit und Geborgenheit steige.

Am 7. Januar erblickten Leon und Leonita als erste Zwillinge in diesem Jahr das Licht der Welt. Das 50 Zentimeter große Mädchen und ihr einen Zentimeter kleinerer Bruder sind die Kinder sechs und sieben von Nashide Gashi. Die Mutter aus dem Kosovo lebt in der Flüchtlingsunterkunft Wimbern.

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