Gynäkologie

Geburtstation im Mendener Vincenz-Krankenhaus schließt

Eine Zwillingsgeburt im Januar 2017 im Vincenz-Krankenhaus. Die Anzahl der Geburten reichte für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht aus.

Eine Zwillingsgeburt im Januar 2017 im Vincenz-Krankenhaus. Die Anzahl der Geburten reichte für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht aus.

Foto: Arne Poll

Menden.   Das Mendener Vincenz-Krankenhaus schließt seine Geburtsstation. 24 Kündigungen für das Personal. Zuletzt nur noch 500 Geburten im Jahr.

Die Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis schließen ihre Geburtstation im Mendener Vincenz-Krankenhaus. Betroffen sind 70 Angestellte. Der Krankenhaus-Träger spricht 24 Kündigungen aus. Die Verantwortlichen erläutern ihre Pläne gerade (Mittwoch, 15.30 Uhr) in einer Pressekonferenz im Krankenhaus.

Die Klinik hat seit Jahren mit sinkenden Geburtenzahlen zu kämpfen. Zuletzt erblickten nur noch etwa 500 Kinder jährlich in Menden das Licht der Welt. Der Träger machte wegen der zu geringen Auslastung Verluste mit der Station. Allerdings hatte die Klinik noch im Januar angekündigt, den Standort erhalten zu wollen. Man sehe sich als katholischer Träger in einer besonderen Verpflichtung.

1000 Geburten pro Jahr für wirtschaftlichen Betrieb erforderlich

Eine Zahl von mindestens 1000 Geburten jährlich gilt als Grenze für die Wirtschaftlichkeit von Geburtstationen. Dem Vincenz-Krankenhaus fehlt außerdem eine Kinderstation, die für viele Eltern ein Argument für die Wahl des Krankenhauses ist.

Werdende Eltern müssen jetzt in weiter entfernte Krankenhäuser ausweichen, unter anderem nach Iserlohn oder ins Klinikum Arnsberg.

Die WP berichtet weiter.

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