Gefaltete Kraniche aus Papier als Zeichen der Hoffnung und der Solidarität

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Fünf Jahre nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima mit über 1000 Todesopfern, 30 Jahre nach Tschernobyl mit zehntausenden Toten und

70 Jahre nach Hiroshima mit über 200 000 Todesopfern sprechen wir über die Geschichte von Sadako Sasaki: Als Baby überlebt sie den Atombombenabwurf über Hiroshima. Ihre Mutter findet sie 100 Meter weit aus dem Fenster ihres Wohnhauses geschleudert.


Als man bei Sadako mit zehn Jahren die Atombombenkrankheit feststellt, besucht Chizuku, Sadakos Freundin, sie im Krankenhaus und fragt: „Kennst du die Legende von den 1000 Kranichen? Wer 1000 Kraniche gefaltet hat, dem erfüllen die Götter einen Wunsch.“

Sadako fängt an zu falten und verbindet mit jedem Kranich den Wunsch: „Ich möchte gesund werden.“ Nach knapp einem Jahr und vielen gefalteten Kranichen verstirbt sie an der Leukämie, die die Atombombe

verursacht hat.

Ihr Wunsch zu leben erfüllt sich auf eine andere Weise: Sie lebt weiter in den Herzen ihrer Mitschüler, die ihr viele weitere Origami-Kraniche gefaltet und ins Grab mitgegeben haben. Zum Gedenken an Sadako und andere Kriegsopfer steht seitdem im Friedenspark von Hiroshima eine Statue des Mädchens, bei der unzählige Papierkraniche aus aller Welt abgelegt werden. Damit verknüpft

ist der Wunsch, der im Sockel der Statue eingemeißelt ist: Unser Schrei, unser

Gebet, Frieden auf Erden.

Zu Sadakos Geschichte haben Schüler des Hönne-Berufskollegs eine schulweite Aktion in Solidarität mit den Opfern von Krieg und Vertreibung durchgeführt, zum Kranichfalten aufgerufen und dies mit der Forderung nach einem gerechten Frieden für alle verbunden.

Wir konnten viele Hundert Kraniche aufhängen und dazu das Fürbittengebet: Lieber Gott, wir bitten dich, hilf uns. An vielen Stellen der Erde leiden Menschen unter Krieg und Katastrophen. Wir bitten dich um rasche Hilfe, um die Kraft, einander beizustehen. Lass uns miteinander friedlich und fair leben. Amen.

Ihre Kerstin Scheppmann, Berufsschulpfarrerin

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