Antrag

Gesundheitskiosk: SPD Menden will Errichtung prüfen lassen

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Außenansichten des Gesundheitskiosks in Essen. Die SPD will eine solche Einrichtung auch für Menden.

Außenansichten des Gesundheitskiosks in Essen. Die SPD will eine solche Einrichtung auch für Menden.

Foto: Jonas Schlömer / FUNKE Foto Services

Menden.  Die SPD-Fraktion will die Errichtung eines Gesundheitskiosk in Menden prüfen lassen. So funktioniert das niederschwellige Beratungsangebot.

Die SPD-Fraktion Menden beantragt zu prüfen, wie die Errichtung eines Gesundheitskiosk in Menden umgesetzt werden könnte. Zusätzlich sollen die Personal– und Sachkosten sowie mögliche externe Partner ermittelt werden. Die Begründung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Meisterjahn und Daniel Cordes als sachkundiger Bürger lautet: „In immer mehr Kommunen werden Gesundheitskioske eröffnet. Wie Bundesgesundheitsminister Lauterbach äußerte, sollen 1000 Kioske in Deutschland errichtet werden.

Über Behandlung dürfen nicht der Geldbeutel und der Wohnort entscheiden

Eine der wichtigsten Fragen des 21. Jahrhunderts sei das Thema Gesundheit. Im Brief von Meisterjahn und Cordes an den Bürgermeister heißt es weiter: „In einer alternden Gesellschaft muss das Solidarsystem zusammengehalten werden, auch unter wirtschaftlichem Druck. Deshalb darf über die Behandlung von Patientinnen und Patienten nicht der Geldbeutel und der Wohnort entscheiden. Gesundheitskioske können dabei einen entscheidenden Unterschied machen. Auch in strukturell schwächeren Gebieten sollen die Bürgerinnen und Bürger schnell und kompetent in Gesundheitsfragen beraten werden und unbürokratisch Hilfe erhalten. Strukturelle Lücken können durch Beratung, Vermittlung und vorbeugende Maßnahmen geschlossen werden. +++ Lesen Sie auch: Wie die Gesundheit sozial Benachteiligter besser werden soll +++

Niederschwelliges Beratungsangebot zu gesundheitlichen und sozialen Themen

Gesundheitskioske ermöglichen den Menschen ein niedrigschwelliges Beratungsangebot zu gesundheitlichen und sozialen Themen. Sie vermitteln medizinische Behandlungen, beraten, klären auf und erledigen einfache Routineaufgaben vor Ort, wie z.B. Blutdruck- und Blutzuckermessungen und das Wechseln von Verbänden. Durch die Kioske erfolgt eine gute Kooperation zwischen Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen. Krankenhäuser werden entlastet. Die Finanzierung wird zwischen den Kommunen auf der einen und gesetzlicher sowie privater Krankenversicherung auf der anderen Seite aufgeteilt.“

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