Handwerk

Goldener Meisterbrief für den Mendener Heinz-Werner Meier

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Meisterbrief für den Mendener Heinz-Werner Meyer.

Meisterbrief für den Mendener Heinz-Werner Meyer.

Foto: Privat

Menden.  Heinz-Werner Meier wird mit dem Goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Der Mendener ist seit 50 Jahren Konditormeister.

Vor 50 Jahren hat der Mendener Heinz-Werner Meyer die Meisterprüfung als Konditor abgelegt. Jetzt wurde der 74-Jährige mit dem Goldenen Meisterbrief geehrt.

Der Mendener erinnert sich noch gut an die Anfänge seines beruflichen Werdegangs. Damals war er gerade 14 Jahre alt. Unsicher war er sich bei seiner Wahl auf jeden Fall nicht: „Als ich 1961 aus der Mendener Josefschule entlassen wurde, war mir sonnenklar, dass ich im hiesigen Konditorei-Café Ries die Ausbildung zum Konditor antreten würde.“

Vorher schon im Café Ries gejobbt

Zwei Jahre zuvor hatte Heinz-Werner Meyer im Café Ries bereits gejobbt. Er erledigte kleine Botengänge und trug die bestellten Torten und bunten Dessertplatten aus. „Mir bot sich schon hier die Gelegenheit, den Konditoren beim Herstellen der feinen und süßen Erzeugnisse zuzusehen, was mir sogleich Spaß bereitete und in mir das Interesse daran weckte“, blickt der Jubilar zurück.

In der Folgezeit habe sein Lehrmeister sein Talent für besonders dekorative Gestaltungen und Ausgarnierungen erkannt. Er schickte Heinz-Werner Meyer zu einem 14-tägigen Sonderlehrgang in die bekannte damalige Konditorenfachschule in Wolfenbüttel.

Erfahrungen gesammelt im Schwarzwald und im Allgäu

Nach der erfolgreich abgelegten Gesellenprüfung sammelte der junge Mendener weitere Erfahrungen und ging für zwei Jahre in den Hochschwarzwald und in das schöne Allgäu nach Oberstdorf jeweils als Chef-Patissier. Die Meisterprüfung legte er nach seiner Rückkehr in die Heimat erfolgreich ab, nach Abendkursen in Theorie und der praktischen Vorbereitung auf die Prüfung im Café Ries. „Nach der erfolgreich abgeschlossenen Prüfung stellte ich mich für vier Jahre der Herausforderung im Ruhrgebiet“, erinnert sich Heinz-Werner Meyer.

Als ein marktführendes Darmstädter Privatunternehmen für natürliche Aromen und Ingredienzien einen Konditormeister als Berater für heimische Betriebe suchte, folgte für den Mendener der nächste berufliche Schritt. Somit war er zunächst im heimischen Raum für den Fachhandel zuständig, später dann auch für einen wesentlich größeren Bezirk – bis Münster, Siegen und Kassel und schließlich auch das Ruhrgebiet. „Inzwischen fanden auch Messen, Seminare und Besuche im Ausland, in Italien, Belgien, Ungarn, den Niederlanden, Spanien und der Schweiz statt“, war der Konditormeister beruflich auch viel unterwegs. Und bildete sich weiter fort. Bei der Handwerkskammer Dortmund erwarb er in Wochenend- und Abendkursen den Betriebswirt des Handwerks.

Inzwischen hatte sein Darmstädter Arbeitgeber ihm den gesamten Norden, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt anvertraut. „Hier galt es nun, neun Mitarbeiter, allesamt Meister ihres Fachgebietes, zu führen und bei Anwendungsdemonstrationen zu unterstützen“, beschreibt Heinz-Werner Meyer seine Aufgaben. Die Region, für die er zuständig war, reichte inzwischen von Flensburg bis Frankfurt a.M., vom Niederrhein bis Rügen.

Teilnahme an der Bakery Show in Las Vegas

Gefragt nach den Höhepunkten seiner 37 Jahre Betriebszugehörigkeit, nennt Heinz-Werner Meyer vor allem die internationale Bakery Show in Las Vegas und die Produktpräsentation in Luzern (Schweiz) in der bekannten Richemont Fachschule.

Blickt Heinz-Werner Meyer zurück, zieht er stolz auch dieses Fazit: „In den 50 Berufsjahren von 1961 bis 2011 bin ich nie arbeitslos gewesen und bin nach 37 Jahren Betriebszugehörigkeit in den wohlverdienten Ruhestand gewechselt.“

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