Wahlkampf-Auftakt der CDU

Gröhe füllt die Schützenhalle trotz Ferienzeit

Rhythmisches Klatschen zu Klängen des Blasorchesters Menden empfing Gröhe in der Halle. Zu den Gästen zählten Landrat Thomas Gemke, die Bürgermeister Martin Wächter und Andreas Hollstein (Altena) und MdL Marco Voge.

Foto: Thomas Hagemann

Rhythmisches Klatschen zu Klängen des Blasorchesters Menden empfing Gröhe in der Halle. Zu den Gästen zählten Landrat Thomas Gemke, die Bürgermeister Martin Wächter und Andreas Hollstein (Altena) und MdL Marco Voge. Foto: Thomas Hagemann

Menden.   Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe erwies sich als Zugpferd für den Wahlkampf-Auftakt der CDU für Christel Voßbeck-Kayser.

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„Wunderbare Jahre“ und Nervennahrung: Ein Buch aus Altena und ein Präsent aus der Mendener Schokoladenmanufaktur nahm Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) als Zugpferd des Wahlkampfauftakts der Union für die Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser am Mittwochabend aus der Schützenhalle Platte Heide mit. Der Rheinländer schenkte den 200 Gästen, meist Parteimitglieder aus Menden, Altena und anderen Orten im Wahlkreis, seinerseits vor allem Zuversicht.

„Wenn wir reinhauen, können wir am 24. September richtig ‘was bewegen!“, rief der CDU-Spitzenkandidat in NRW unter Beifall. Im Mittelpunkt seiner Rede stand naturgemäß die Gesundheitspolitik. Doch ob er die Pflegereform lobte oder das neue Hospiz- und Palliativgesetz, die Reformen bei Heil- und Hilfsmitteln, die Entbürokratisierung der Altenpflege oder die Abschaffung des Schulgeldes für die Ausbildung: Stets betonte Gröhe, dass das Fundament für mehr Gesundheitsleistungen eine florierende Wirtschaft bleibe. Besonders gefreut habe ihn, dass sich gegen die Pflegereform trotz hoher Mehrkosten keinerlei Widerstand geregt habe. „Das zeigt: Unsere Gesellschaft ist noch solidarisch.“

Angriffe auf SPD und Martin Schulz

Wahlkämpfer Gröhe, der alle angeführten Ziele als Minister der Großen Koalition mit der SPD erreichte, ließ zugleich am Noch-Koalitionspartner und dessen Vorsitzenden Martin Schulz kein gutes Haar: „Bei allem, was noch zu tun ist: Wer wie Genosse Schulz jetzt so tut, als sei unser Sozialstaat ein einziges Jammertal, wer wieder ins alte linke Horn von Bürokratie, Regulierung und Zuteilung bläst, der arbeitet sich zielsicher auf die 18-Prozent-Marke vor!“ Damit traf Gröhe angesichts des Beifalls den Nerv der Zuhörer. Die täten mit der Erststimme für Christel Voßbeck-Kayser und der Zweitstimme für die CDU „auch etwas Gutes für ihre wunderschöne Heimat“, rief er zum Abschluss.

Voßbeck-Kayser überließ ihrem prominenten Gast an diesem Abend die Bühne. Zur Begrüßung stellte sie Gröhe indes persönliche Fragen: „Was haben wir gemeinsam?“ – Beide seien Jahrgang 1961, stellte sie dazu fest. Und Gröhe setzte hinzu: „Du warst Schützenkönigin, und ich marschiere seit über 30 Jahren in Neuss mit.“

A propos Schützen: Die 1959er von der Platte Heide bewirteten die Gäste mit ihrem kleinen Team vorbildlich. Stellvertretend erhielt Martina Klang dafür zum Dank einen Blumenstrauß.

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