Politik: Grünes Licht

„Grüner Weg“ macht die Hönne für alle Mendener zum Erlebnis

Vom unbeachteten Grünzug zum „Strand“ der kleinen Insel: Dieses Beispiel zeigt, was Architekten schon im ersten Bauabschnitt damit meinen, die Hönne für die Innenstadt „erlebbar“ zu machen.

Vom unbeachteten Grünzug zum „Strand“ der kleinen Insel: Dieses Beispiel zeigt, was Architekten schon im ersten Bauabschnitt damit meinen, die Hönne für die Innenstadt „erlebbar“ zu machen.

Foto: B.S.L.

Menden.   Wassertreppen, Plätze, Schwebe-Steg: Im Sommer soll mit dem ersten Bauabschnitt für eines der wohl schönsten Bauprojekte begonnen werden.

Es gibt ihn bisher nur im Entwurf, doch der „Grüne Weg“ wird kommen: Die Realisierung des ersten von vier Bauabschnitten hat der Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen jüngst beschlossen. Der Grüne Weg reicht vom Schlachthof-Parkplatz bis zum Bringhof. Er soll die Hönne für alle erlebbar machen – und die Identifikation der Mendener mit ihrer Stadt befördern wie kaum ein anderes Projekt.

Der Bauabschnitt 1 reicht auf der Innenstadtseite vom Arboretum (der parkähnlichen Anlage am Hönne-Gymnasium) über die Bahnhofsbrücke auf die kleine Hönne-Insel bis zum Wasserrad.

Bauabschnitt 2 (Bahnhofsseite) sieht auf der Unteren Promenade neue Wege mit „Fenstern“ in den Gehölzen vor. Und: Das Wasserrad soll dann sogar von einem schwebenden Steg aus beobachtet werden können.

Vom Gymnasium zur Bahnhofsbrücke

Im Bauabschnitt 1 soll es vom gegabelten Weg durch den kleinen Park des Arboretums aus einen ersten „Sitzplatz am Wasser“ geben – aus Natursteinblöcken, die treppenartig hinunter zum Ufer angeordnet sind. Weiter in Richtung Brücke will Architekt Klaus Schulze (B.S.L. Soest) die Bushaltestelle Walram-straße offener gestalten und ebenfalls zur Hönne hin öffnen. Auch von hier aus führen Stufen – sogar noch deutlich mehr als am ersten Sitzplatz – hinunter ans Wasser.

Die kleine Hönne-Insel

Die Aufenthaltsqualität der Insel soll enorm aufgewertet werden: mit Tischen für Picknicks, mit Kunstausstellungen unter freiem Himmel, mit Blütenmeeren und Wildstauden um einen kleinen Platz. Den soll das Mosaik des Stadtwappens vom Alten Rathausplatz zieren. Und auch von hier aus locken die Naturstein-Stufen herunter zum Wasser. Auch am Wasserrad entsteht solche ein blühender Platz.

Erreichbar sein soll die kleine Hönne-Insel dann auch auf einem „informellen Weg“, der von Roths Büdeken unter der Bahnhofsbrücke herführt. Alle anderen Wege werden aus Betonsteinplatten (30 mal 20 Zentimeter) gelegt, die um das Wurzelwerk der Bäume führen.

Die Obere Promenade

Im Bauabschnitt 3 erhält die Obere Promenade einen besseren Gehweg. Die erst geplante Mischfläche mit der Straße soll es nicht geben.

>>> Nicht alles wird gefördert

Weil die Förderung des „Grünen Weges“ nur drei der mittlerweile vier ins Auge gefassten Bauabschnitte umfasst, soll der vierte Abschnitt (vom Schlachthof-Parkplatz zum Gymnasium) nicht mehr für das aktuelle Förderprogramm angemeldet werden. Darauf einigten sich die Politiker im Bauausschuss nach längere Debatte.

Die Verwaltung ist aber beauftragt zu prüfen, ob ein in diesem Bereich stehendes älteres Haus samt Grundstück zu kaufen ist.


Der Baubeginn ist im Sommer vorgesehen, um die Fördergelder (1,576 Millionen Euro) aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ fristgerecht zu verwenden. Die Gesamtkosten sollen etwas oberhalb von zwei Millionen Euro liegen.

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