Rödinghausen

Gutsmuseum nicht pünktlich fertig: Jetzt zwei Eröffnungen

Hier sieht’s schon nach Museum aus: Markus Majewski (Stadt Menden) und Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck vor einem der Backlight-Poster, das im Gut Rödinghausen Bernhard Adolf von Dücker zeigt.

Hier sieht’s schon nach Museum aus: Markus Majewski (Stadt Menden) und Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck vor einem der Backlight-Poster, das im Gut Rödinghausen Bernhard Adolf von Dücker zeigt.

Foto: Thomas Hagemann

Menden.   Laut Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck ist auf Gut Rödinghausen zu viel fertig, um die Eröffnung zu verschieben. Perfekt werde es aber nicht.

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht zum Gutsmuseum Rödinghausen. Die gute: Trotz zahlreicher ungeahnter Probleme auch bei der Einrichtung bleibt es beim Eröffnungstermin für das Gutsmuseum Rödinghausen am letzten Juni-Wochenende. Die schlechte Nachricht: Es wird nicht alles fertig sein. „Deshalb wollen wir im November zu einer zweiten Eröffnung einladen – speziell für das Industriemuseum, das dann zur Gänze fertiggestellt sein wird“, sagt Museumsleiterin Jutta Törnig-Struck. Bei der ersten Eröffnung soll indes alles begehbar sein, auch die bis dahin noch unfertigen Räume.

Ende Juni großes Picknick im Garten

Fertig sein würden Ende Juni im Erdgeschoss der Wechselausstellungsbereich, der Kaminsaal, der große Garten, in dem es ein Picknick geben soll, der große „Heimatraum“ mit Küchen aus vier Generationen, mehrere Medienstationen, „Zeitfenster“ und „Zeitleisten“, in denen altes und modernes Handwerk anschaulich gemacht wird – zum Beispiel vom 6000 Jahre alten Steinbeil bis zum supermodernen Präzisionsgerät. Im „Raum für die Leiden des Puddelarbeiters“ soll eine Drahtsein-Schwebebahn über den Köpfen der Besucher fahren – zur ersten Eröffnung ist sie da, aber noch nicht beweglich“, beschreibt Törnig-Struck. Definitiv noch nicht fertig sein werde das absolute Glanzstück des Industriemuseums: der „Sprechende Korridor“, in dem Porträts bekannter Mendener Fabrikanten zum Leben erweckt werden können – wie in den Harry-Potter-Filmen die Bilder in der Hogwarts-Schule.

Zu viel fertig, um nicht zu eröffnen

„Hier wird Tag und Nacht gearbeitet“, erklärt die Museumschefin. Doch versteckte Schächte oder unversehens auftauchende Probleme brachten den Zeitplan immer wieder ins Wanken – bis man die Entscheidung fällte, aus der Not eine Tugend zu machen: „Es wird viel zu viel fertig, um nicht zu eröffnen, zugleich erleben die Besucher im Juni ein Museum mitten im Werden.“ Mit dem ungewöhnlichen Vorgehen der Doppel-Eröffnung habe sich auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe einverstanden gezeigt.

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