Strafanzeige wegen Brandmelder

Hönne-Gymnasium: Staatsanwalt winkt ab

Das städtische Gymnasium an der Hönne vor dem Start 2015: Damals war die Brandmeldeanlage offenbar noch nicht intakt. Doch die Staatsanwaltschaft erkannte „keine konkrete Gefährdung“.

Foto: Martina Dinslage

Das städtische Gymnasium an der Hönne vor dem Start 2015: Damals war die Brandmeldeanlage offenbar noch nicht intakt. Doch die Staatsanwaltschaft erkannte „keine konkrete Gefährdung“. Foto: Martina Dinslage

Menden.   Weil der Brandmeldeanlage beim Start des Hönne-Gymnasiums 2015 nicht intakt war, gibt es eine Strafanzeige. Doch der Staatsanwalt winkt ab

Weil das Gymnasium an der Hönne (GHM) im Jahr 2015 ohne intakte Brandmeldeanlage und ohne Wegweiser im Brandfall an den Start gegangen sei, hat ein Mendener, wie erst jetzt bekannt wurde, kürzlich Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Arnsberg gegen damalige und heutige leitende Mitarbeiter der Stadtverwaltung erstattet. Gregor Keller, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte auf Nachfrage der WP, dass man wegen des Vorwurfs der „Baugefährdung“ am Ende allerdings keine Ermittlungen aufgenommen habe: Es habe sich kein Anfangsverdacht für weitere Ermittlungen ergeben, denn aus Sicht der Staatsanwaltschaft habe „keine konkrete Gefährdung“ für Schüler und Lehrpersonal bestanden. Dies entspricht den öffentlichen Aussagen der Verwaltung dazu. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft den Vorgang an die Bezirksregierung in Arnsberg weitergeleitet, die auch die oberste Bauaufsicht der Stadt ist.

Fragenkatalog aus Arnsberg

Die Bezirksregierung wiederum behandelte die Sache als „Eingabe“ – und übersandte der Stadtverwaltung einen ganzen Katalog von Fragen zum Brandschutz, wie Stadt-Sprecher Johannes Ehrlich bestätigte. Diese Fragen habe man im Rathaus jetzt beantwortet und hoffe „damit alle Unklarheiten ausgeräumt zu haben“. Unklar blieb gestern indes, ob das Verfahren damit tatsächlich abgeschlossen ist.

Brandschutz als Dauerbrenner

Wie berichtet, begleitet das Thema Brandschutz das Hönne-Gymnasium seit der Zusammenlegung von Walram- und Heilig-Geist-Gymnasium im Sommer 2015. Einige Monate zuvor hatte das Richtfest für den neuen Anbau stattgefunden. Es folgten Debatten um die erst spät eingebaute Meldeanlage, die fehlenden Wegweiser für den Notfall wurden in den Fachausschüssen mehrfach angemahnt. Schließlich stritt man noch vor kurzem um die Frage, ob die Sanierung des historischen Eingangs den Rettungsweg versperrte.

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