Musik

Iontach zu Gast im Mendener MAT

Iontach spielen im MAT: (von links) Jens Kommnick, Siobhan Kennedy, Nick Wiseman-Ellis.

Iontach spielen im MAT: (von links) Jens Kommnick, Siobhan Kennedy, Nick Wiseman-Ellis.

Foto: Alexander Lück

Menden.   Die Cuxhavener Band Iontach spielt in der Hönnestadt. Für die Organisatoren und das MAT bedeutet das logistische Herausforderungen.

Dass Musik die Menschen verbindet und Freundschaften knüpft, ist viel mehr als ein oft betontes Klischee. Wenn Iontach, wie am Samstagabend, im MAT spielen, dann ist das ein Beweis dafür, dass so eine besondere Beziehung auch auf beiden Seiten der Bühne gelebt wird.

„Wir wollen ganz besonders auch unseren ehemaligen Veranstaltern vom MAT danken“, sagt am Ende nach gut zwei Stunden Musik Jens Kommnick und kündigte damit keineswegs das letzte (von mittlerweile mehreren) Iontach-Konzerten in der Hönnestadt an. Vielmehr deshalb, weil insbesondere Kerstin und Dirk Buchbinder aus der großen MAT-Familie mittlerweile viel mehr, nämlich richtig gute Freunde, geworden seien. Das könne zum Beispiel gegenseitige Urlaubsgrüße beinhalten. Dirk Buchbinder hatte in der Pause von dieser besondere Beziehung erzählt.

Unterwegs in ganz Deutschland

Jens Kommnick hatte vor einigen Jahren mit einem anderen Musiker zusammen eine Familienfeier der Buchbinders, seinerzeit natürlich noch im alten MAT, gestaltet. Die Idee, mit einem seiner anderen musikalischen Projekte, nämlich Iontach, auch mal hier aufzutreten, war dann nicht mehr ganz so abwegig. Beheimatet ist die Band, die auch Kommnicks Ehefrau Siobhan Kennedy und den Akkordeon- und Fiddlespieler Nick Wiseman-Ellis umfasst, in der Nähe von Cuxhaven. Unterwegs ist sie in ganz Deutschland und darüber hinaus. „Und wenn sie mal in der Nähe sind, gleichen wir unseren Terminkalender mit dem vom MAT ab und schauen,

ob ein Auftritt vielleicht mal wieder passt“, erzählt Dirk Buchbinder weiter. Und so schafft man auch hier im immer noch recht neuen Domizil an der Fröndenberger Straße eine zusätzliche Klangfarbe neben der Kernkompetenz, dem Theater. Dirk Buchbinder: „Damit erreichen wir auch Leute, die sonst vielleicht nie ins MAT gekommen wären.“

Einen kleinen Kraftakt für den Verein bedeutet so ein Auftritt trotzdem, auch in finanzieller Hinsicht. Iontach ist schließlich eine gefragte und international anerkannte Band. Und bei 70 Plätzen im „Theater aus der Fabrik“ – selbst wenn sie wie am Samstagabend fast alle besetzt sind – ist das Potenzial für Einnahmen nicht unendlich. Aber das MAT braucht den Künstlern kein Hotel zu finanzieren, Familie Buchbinder ist ihr Gastgeber. Ist ja auch viel schöner und familiärer so.

Gemeinsames Frühstück

Und nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntagmorgen ging es für das Trio dann zurück in die norddeutsche Heimat, nachdem sie Menden nach einem Konzert am Freitagabend von Schweinfurt aus erreicht hatten. Aber egal ob Freund der Musiker oder Erstkontakt mit der Band: Das Konzert am Samstagabend berührte alle Zuhörer im MAT. Ob die irischen und keltischen Klänge von Iontach nun in Form mitreißender instrumentaler Tänze kam (die Drei spielen über Klavier, Cello, Geigen, Flöten und Akkordeon eine Vielzahl an Instrumentalen) oder einer a capella dreistimmig gesungenen Ballade gegen den Krieg: „All the fine young men.“ Mit deutlicher Botschaft: „Die jungen Männer ziehen in einen sinnlosen Krieg und hinterher weiß man gar nicht mehr, wofür genau sie gestorben sind.“ Und obwohl das ein recht altes Lied ist: „Schlimm ist doch, dass es von seiner Aktualität nichts eingebüßt hat“, so Jens Kommnick.

Wie die Drei dabei mit geschlossenen Augen nebeneinander saßen, und trotzdem perfekt synchron die Einsätze und Harmonien fanden, das war Gänsehaut pur. Und davon gab es noch viel mehr Momente. Eigene und fremde, neue und alte Melodien vermischten Iontach zu einer stimmungsvollen Klangreise über die grüne Insel.

Noch mehr Fotos, Videos und Nachrichten aus Menden und Umgebung finden Sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben