FDP kritisiert weiter

ISM-Debatte: Stadt-Spitze wehrt sich gegen „Diffamierung“

Waren nicht nur für Gut Rödinghausen unterwegs: (von links) Markus Majewski, Ulrike Schriever und Katharina Neuhaus vom ISM während der Bauphase.

Waren nicht nur für Gut Rödinghausen unterwegs: (von links) Markus Majewski, Ulrike Schriever und Katharina Neuhaus vom ISM während der Bauphase.

Foto: Stadt Menden

Menden.  Gegen „rufschädigende Kritik“ aus der Politik will die Mendener Verwaltungsspitze den Immobilienservice-Team der Stadt in Schutz nehmen.

Mit einer scharfen Reaktion ist der Vorstand der Stadtverwaltung, dem neben Bürgermeister Martin Wächter auch die Beigeordneten Sebastian Arlt und Uwe Siemonsmeier angehören, jetzt der zuletzt immer lauter werdenden Kritik von Politikern am Immobilienservice Menden (ISM) entgegengetreten. „Die Stadtverwaltung als Arbeitgeber akzeptiert es nicht, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derart diffamiert und angeprangert werden, wie es in der gegenwärtigen Diskussion mit der Betriebsleiterin und damit auch mit dem gesamten Team des ISM passiert“, erklärt die Stadt-Spitze.

Noch kein Förder-Euro verfallen

Zum einen gebe es die Mendener Probleme mit der guten Baukonjunktur, dem Mangel an Fachkräften und der Flut an Fördermöglichkeiten in fast allen Städten. Andernorts verfielen sogar Fördermittel, in Menden nicht. Das sei seit ISM-Gründung vor zehn Jahren noch nie passiert. Fördergeber wie Bezirksregierung oder Landschaftsverband bestätigten dies regelmäßig. Daraus folge, dass Leiterin und Team des ISM „volle Kompetenz, Leistungs- und Einsatzbereitschaft“ bewiesen.

Bewegte Prioritätenliste

Angesichts des hohen Arbeitsaufkommens müsse der ISM regelmäßig Prioritäten setzen „und diese auch überdenken, da Fördermittel immer auch an Fristen gebunden sind“. Bauvorhaben ohne Förderung rutschten dabei auf der Agenda nach hinten. So würden auch die Bauzeitenpläne dem jeweiligen Planungsstand angepasst – ein übliches Vorgehen bei jeder Baumaßnahme. Auch beim Erweiterungsbau des Gymnasiums an der Hönne werde der Plan fortgeschrieben.

Zur Kritik, der ISM habe alle Kraft in Gut Rödinghausen gesteckt, statt sich um das Gymnasium zuu kümmern, heißt es: 2018, als die Sanierung des Gutes ihre Höchstphase hatte, wendete der Immobilienservice 1,6 Mio. Euro seines Etats für das Gut auf, weitere 8,5 Millionen aber für andere Baumaßnahmen. So setzte der ISM parallel zu Gut Rödinghausen unter anderem die Feuerwehrhäuser in Lendringsen und Bösperde um, auch der Bau der„Kleinen Leitmecke“ wurde begonnen. In Rekordzeit wurde der Erweiterungsbau der Gesamtschule Menden errichtet und, energetische Sanierung des Altbaus erledigt. Die Politik habe den Fokus klar auf die Gesamtschule gelegt, die alle Gelder aus Programmen wie „Gute Schule 2020“ oder dem Konjunkturpaket IV erhalten habe – was für den Neubau am Gymnasium keine Fördergelder mehr übrig ließ.

Auch Planer und Firmen betroffen

Angesichts dieser Fakten sei die Kritik „rufschädigend“ für den ISM und die Stadtverwaltung, aber auch für die Planer, Architekten und Baufirmen, die im Auftrag der Stadt tätig sind. Ihnen allen, erklärt der Verwaltungsvorstand, werde „durch die Art und Weise der Diskussion jegliche Kompetenz aberkannt“.

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