Spielmannszug

Spielmannszug ist nicht nur etwas für ältere Leute

Gemischtes Team, einheitlicher Auftritt: Die Musikfreunde Spiel voran

Foto: Privat

Gemischtes Team, einheitlicher Auftritt: Die Musikfreunde Spiel voran Foto: Privat

Menden.   Roland Gersdorf ist Mitglied im Spielmannszug „Musikfreunde Spiel voran“. Der 19-Jährige wehrt sich gegen das Vorurteil der Opa-Musik.

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Was bei einem Festzug nicht fehlen darf, ist eigentlich klar: Musik. Das wissen vor allem die Leute, die für sie sorgen.

Der 19-jährige Roland Gersdorf ist Mitglied des örtlichen Spielmannszuges „Musikfreunde Spiel voran Menden-Hemer“ – und das mit Genuss. Hier kann er – wenn auch auf recht ungewöhnlicher Weise – seine Liebe zur Musik ausleben und so bei anderen für Stimmung sorgen.

Wie genau Roland zum Spielmannszug gekommen ist, darüber sprach Junge-WP-Reporterin Yasmin Mende mit ihm.

Roland Gersdorf möchte in der Musikbranche arbeiten – nur Sänger wäre keine Option für ihn. Foto: Yasmin Mende Wie alles begann ...

Roland Gersdorf: Eine gute Freundin von mir ist auch im Spielmannszug und hat mir öfter davon erzählt, wie es da so ist. Also bin ich eines Tages mit zur Probe gegangen und hab Gefallen daran gefunden. Das war vor mehr als einem Jahr, und seitdem bin ich Mitglied im Verein.

Was er im Verein macht ...

Seit ich in den Verein eingetreten bin, spiele ich die Lyra – das ist eine Art tragbares Glockenspiel. Seit der Gründung des zugehörigen Flötenorchesters Anfang 2017 spiele ich auch noch das Glockenspiel wie man es kennt, nur ein bisschen größer.

Was ihm am besten gefällt ...

Man lernt bei den verschiedenen Veranstaltungen immer neue Leute kennen, die immer gut drauf sind. Außerdem lernt man auch andere Formen von Musik kennen, mit denen man vorher vielleicht nicht vertraut war.

Welche Vorurteile es gibt ...

Es gibt viele Leute, die die Spielmannsmusik als „Opa-Musik“ abstempeln, wegen der ganzen Märsche. Wir spielen aber auch einige neuere Stücke und erweitern unseren Horizont immer mehr, so dass das überhaupt nicht stimmt. Andererseits gibt es auch Menschen, die sich meine Geschichten über das Üben oder die anderen während der Probe oder bei Auftritten gerne anhören. Es gibt immer etwas Neues zu erzählen, so dass auch meine anderen Freunde gerne mitlachen.

Was man braucht ...

Die Instrumente werden vom Verein gestellt, je nachdem was man spielen will, kann man seines auch mit nach Hause nehmen, um da zu üben. Was da aber das Allerwichtigste ist: Geduld. Man lernt das Spielen eines Instruments nicht in ein paar Tagen. Ich kann mir vorstellen, dass viele aufgeben, weil sie erwarten, dass man das nach ein paar Stunden beherrscht.

Was er sonst noch macht ...

Abseits vom Spielmannszug mache ich eigentlich auch nur Musik. Ich spiele seit über zehn Jahren Klavier und seit drei Jahren Gitarre. Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwann etwas mit Musik beruflich zu machen. Es gibt eine Menge toller Berufe in dieser Branche. Perfekt aufgehoben wäre ich in jedem von ihnen. Außer vielleicht als Sänger.

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