Wald

Jungwild unterwegs: Hunde sollen an der Leine bleiben

Ein Schild warnt vor Tollwut.

Ein Schild warnt vor Tollwut.

Foto: Corinna Schutzeichel

Menden.   Der letzten Tollwut-Fall in Menden liegt zum Glück schon lange zurück. Hunde sollten derzeit aber trotzdem angeleint bleiben.

Dieses Schild in der Nähe des Hexenteiches könnte für Verwirrung sorgen: „Zur Tollwutabwehr sind hier Fallen aufgestellt. Beim Betreten des Waldes größte Vorsicht“, lautet die Warnung. Doch die Nachfrage zeigt: Es gibt keinen Anlass zu akuter Sorge, in Menden gibt es derzeit keinen Tollwut-Fall.

„Der letzte Fall von Tollwut in Menden liegt schon sehr lange zurück“, erklärt Philipp Nikodem, Leiter des heimischen Hegerings, auf Nachfrage der Westfalenpost. „Das ist ewig her.“ In ganz Deutschland gebe es derzeit quasi keine Tollwut-Fälle mehr. Wer das Schild aufgestellt hat, ist offen: Sowohl der Hegering als auch die Stadt Menden erklären auf Nachfrage, dass sie das Schild nicht angebracht haben.

Jungwild in den Wäldern

Nichtsdestotrotz sollte der zweite Teil der Warnung beachtet werden, sagt Philipp Nikodem. „Hunde unbedingt anleinen“, heißt es auf dem Schild nämlich weiter. „Unabhängig von der Frage eines Tollwut-Falls sollten Hunde im Moment im Wald wegen des Jungwildes nicht frei herumlaufen“, erläutert Philipp Nikodem.

Jagdinstinkt der Tiere

Wenn ein freilaufender Hund beispielsweise einem Jungtier zu nahe komme, „dann nimmt die Mutter es nicht mehr an“. Und für einen großen Hund sei es in der Regel kein Problem, das Wildtier nicht nur zu jagen, sondern auch zu erwischen. Einzig Hunde, die perfekt gehorchen, könnten ohne Sorge im Wald noch frei laufen gelassen werden, sagt Philipp Nikodem. Ansonsten gelte: „In jedem Hund sitzt ein Jagdinstinkt.“

Weitere Texte, Bilder und Videos aus Menden finden Sie hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben