Kindergarten St. Marien

Kiga-Leiterin Ann-Cathrin Paul will neue Ideen mitbringen

Ann-Cathrin Paul ist die neue Leiterin des Kindergartens St. Marien auf der Platte Heide.

Ann-Cathrin Paul ist die neue Leiterin des Kindergartens St. Marien auf der Platte Heide.

Foto: Corinna Schutzeichel

Platte Heide.  Ann-Cathrin Paul ist die neue Leiterin des Kindergartens St. Marien auf der Platte Heide. Die 29-Jährige startet mit frischen Ideen.

Mit vielen neuen Ideen ist Ann-Cathrin Paul auf der Platte Heide gestartet. Die 29-Jährige hat kürzlich am Margueritenweg die Leitung des katholischen Kindergartens St. Marien übernommen, nachdem die bisherige langjährige Leiterin Angelika Wiethoff in den Ruhestand gegangen ist.

Etliche Jahre hat die gebürtige Mendenerin nicht in ihrer Heimatstadt gelebt, ist nun aber – der Liebe wegen – gerne zurückgekehrt. Die einstige HGG-Schülerin wechselte nach der 10. Klasse aufs Placida-Viel-Berufskolleg, legte dort das Abitur ab. „Ich wusste, dass ich gerne mit Kindern arbeiten möchte, daran hatte ich immer schon Freude“, blickt sie zurück. „Aber auch die Verwaltungsarbeit liegt mir und ist mir wichtig.“

Studiengang „Pädagogik der Kindheit“

Nach einiger Recherche fand sie einen Studiengang, der perfekt zu ihren Wünsche passte: Ann-Cathrin Paul nahm das Studium „Pädagogik der Kindheit“ in Bielefeld auf. Zunächst viel Theorie, die praktische Arbeit lernte sie intensiv am Ende ihres Studiums in einem berufspraktischen Jahr kennen.

Durch ihre mehrjährige Arbeit in einer Einrichtung in Unna-Hemmerde kannte sie den Träger des Platte Heider Kindergartens bereits, denn die Katholische Kindertageseinrichtungen Ruhr-Mark gem. GmbH ist Träger beider und weiterer Einrichtungen.

Freispiel besonders wichtig

Worauf legt die neue Leiterin besonders viel Wert? „Das Freispiel ist mir bei den Kindern ganz wichtig“, betont Ann-Cathrin Paul, die ihre eigene Kindergartenzeit einst im Kindergarten St. Martin am Berkenhofskamp verbracht hat. „Beim Spielen lernen Kinder sehr viel. Sie können selbst entscheiden, sie können Fehler machen und lernen.“ So sieht sie sich und ihre Mitarbeiter auch als „Spielpartner“ der Mädchen und Jungen.

Ann-Cathrin Paul und ihr Team unternehmen regelmäßig Ausflüge mit den Kindergartenkindern – etwa einen Spaziergang durchs Dorf, in den nahen Wald oder auch zum Wochenmarkt auf der Platte Heide.

„Es ist mir wichtig, dass die Kinder sehen, wo die Milch, wo die Kartoffeln, die Eier herkommen“, erklärt sie. So findet auch die Weihnachtsfeier mit Eltern und Kindern nicht im Kindergarten statt, sondern auf einem Bauernhof in Balve. „Da können die Familien dann einen eigenen Baum fällen“, sagt Ann-Cathrin Paul.

Murmeln aus Sandberg fischen

Manche Eltern, weiß die Einrichtungsleiterin, hätten die Erwartungshaltung, dass der Nachwuchs mit einem fertigen Bild oder einer fertigen Bastelarbeit nach Hause kommt. Darauf komme es aber gar nicht an. „Wichtiger ist, dass Kinder immer wieder etwas ausprobieren können, bis etwas klappt. Dann sind sie stolz darauf“, weiß Ann-Cathrin Paul. Zudem können Kinder durch scheinbar banale Tätigkeiten – etwa Murmeln aus einem Sandberg fischen – wichtige Fertigkeiten lernen. „Dadurch trainieren sie beispielsweise die Feinmotorik, die für die Schule wichtig ist.“

Eltern sollten, so rät sie, viel stärker wertschätzen, wenn Kinder etwas gebastelt oder gemalt haben. „Früher hat man da als Erwachsener oft nachgeschnitten oder nachgemalt, so dass etwas perfekt war“, sagt Ann-Cathrin Paul. Wichtiger sei es, das wertzuschätzen und zu loben, was die Kinder geschafft haben – und nicht auf Perfektion zu setzen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben