Nach der Bombendrohung

Kiki Island: Kripo will Weg der Drohung zurückverfolgen

Der Belgische Schäferhund Ned hat gemeinsam mit einem weiteren Malinois Kiki Island nach einer Bombe abgeschnüffelt.

Der Belgische Schäferhund Ned hat gemeinsam mit einem weiteren Malinois Kiki Island nach einer Bombe abgeschnüffelt.

Foto: Corinna Schutzeichel / WP

Menden.  Nach der Bombendrohung gegen Kiki Island am Samstag in Menden versucht die Kripo nun mit Hochdruck, den Täter zu ermitteln.

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Nach der Bombendrohung gegen den Indoor-Spielplatz Kiki Island versucht die Polizei derzeit mit Hochdruck zu ermitteln, wer hinter der Aktion steckt.

Wie berichtet, ging am Samstagnachmittag eine Bombendrohung bei Kiki Island am Blumenweg ein. Die alarmierte Polizei ließ das Gebäude evakuieren, 500 Kinder und Erwachsene waren betroffen. Zwei Sprengstoff-Spürhunde wurden aus Düsseldorf beziehungsweise Dortmund angefordert. Nach mehreren Stunden stand dann am Abend fest: Es gab keine Bombe.

Störung des öffentlichen Friedens

„Die Kollegen versuchen, den Weg der Drohung zurückzuverfolgen“, erläutert Polizeisprecher Marcel Dilling auf Nachfrage der WP. Wie genau die Bombendrohung bei Kiki Island eingegangen ist – ob beispielsweise per Mail, Zettel oder Telefon –, will die Polizei derzeit nicht verraten. „Den Weg geben wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt“, sagt Marcel Dilling. Die Kripo versuche momentan, „ein Packende dranzukriegen, um jemanden zu ermitteln“.

Sofort die Polizei alarmiert

In jedem Fall habe sich Kiki-Island-Betreiberin Sabrina Kißmer richtig verhalten, als sie sofort die Polizei alarmierte, nachdem die Bombendrohung in ihrem Haus eingegangen war. Es sei Sache der Polizei, dann zu entscheiden, wie Ernst eine Drohung genommen werde, betont Marcel Dilling. Ohnehin gelte: „Im Zweifel treffen wir alle Maßnahmen, die denkbar sind.“

Und was droht demjenigen, von dem die Drohung ausging? „Das ist eine Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“, erklärt Marcel Dilling. Die strafrechtliche Konsequenz liege bei bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe.

Drohungen in der Nachbarstadt

In der jüngeren Vergangenheit gab es zwar in Mendens Nachbarstadt Iserlohn zwei Bombendrohungen (Moschee und Finanzamt), in der Hönnestadt selbst aber nicht. Marcel Dilling: „Ich kann mich an keine derartige Drohung in den vergangenen Jahren erinnern.“

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