Jubiläum

Kindergarten „Kleine Freunde“ freut sich auf 25-Jahr-Feier

25-Jähriges der „Kleinen Freunde“: Am 15. April ließ die Gruppe im kleinen Kreis zur Feier des Tages Luftballons in den Himmel steigen.

25-Jähriges der „Kleinen Freunde“: Am 15. April ließ die Gruppe im kleinen Kreis zur Feier des Tages Luftballons in den Himmel steigen.

Foto: Christina Engel-Eisbach

Menden.   Der Kindergarten „Kleine Freunde“ Menden feiert am Samstag, 18. Mai, 25-jähriges Bestehen. Die Elterninitiative entstand aus einer Spielgruppe.

25 Jahre alt ist der Kindergarten „Kleine Freunde“ seit diesem Jahr. Nach einer Feier im kleinen Kreis zelebriert der Kindergarten am Samstag offiziell sein Jubiläum. Organisiert wird dies zum größten Teil von den Familien der Kinder, die auch sonst große Unterstützung leisten. Der Kindergarten ist nämlich eine Elterninitiative.

Kinder, die spielen und lachen, laufen bei den „Kleinen Freunde“ herum. Draußen können sie auf einer großen Rutsche toben und drinnen in der Puppenecke spielen. „Jeder kennt jeden. Niemand geht hier durch. Es ist auch immer direkt jemand da, wenn es jemandem schlecht geht“, schildert eine der Mütter Christina Engel-Eisbach, „Hier ist alles sehr familiär“, sagt sie. Schließlich seien ja nur 20 Kinder in der Gruppe.

Obwohl die Räume in dem Gebäude am Nordwall klein seien, sei trotzdem alles da. Der Kindergarten verzichtet fast vollständig auf Türen. „Für die Transparenz“, so Doris Decius, Leiterin des Kindergartens. Alle Räume sind mit bunten, selbstgebastelten Kunstwerken der Kinder verziert.

Jubiläum von Eltern geplant

Engel-Eisbach aus dem Beirat erzählt: „Hier trägt jeder tolle Ideen bei. Ein Vater macht zum Beispiel tolle Schreinerarbeiten. Zusammen ist unsere Elterninitiative eben richtig stark.“ Ihre Ideen verwirklichen die Eltern jetzt auch bei der Jubiläumsfeier: Eine Mutter habe eine Bimmelbahn organisiert, die durch die Stadt fährt, erzählt Doris Decius begeistert. Auch ein Dschungelmobil mit Bällebad und eine Fotobox soll am Samstag Besucher erfreuen.

Die Kinder haben indes eine Vorführung mit der zweiten Erzieherin Felicitas Wallot einstudiert: „Wir tanzen auf Inlinern!“, berichtet eines der Mädchen voller Enthusiasmus. Engel-Eisbach betont, wie schön sie es finde, dass die Kinder so unvoreingenommen seien: „Sie haben einfach keine Angst davor. Und es ist auch ganz egal, ob sie Jungen oder Mädchen sind“, erklärt sie.

Am 15. April konnte in der kleinen Gruppe schon eine Feier im engen Kreis stattfinden. „Da gab’s Kaffee und Kuchen. Die Kinder haben T-Shirts bemalt und ein Memory mit Bildern aus dem Kindergarten bekommen“, so Engel-Eisbach. Doch davor lag ein langer Weg für die kleinen Freunde.

So fing vor 25 Jahren alles an

„Soll ich mal die Geschichte der Einrichtung von Anfang an erzählen?“, fragt Decius. „Entstanden ist das aus einer Spielgruppe des Jugendtreff aus dem Jahr ‘92, die ich damals leitete“, erklärt die Leiterin. Diese sei vor allem aus Mangel an Kiga-Plätzen ins Leben gerufen worden. „Die Eltern waren dort sehr engagiert“, erklärt sie. Daher sei dann die Idee entstanden, einen eigenen Kindergarten zu gründen.

Nachdem ein früherer italienischer Supermarkt ein Jahr lang von Architekten und Eltern umgebaut werden konnte und Felicitas Wallot als zweite Erzieherin engagiert war, konnte dann am 15. April 1994 der Kindergarten öffnen.

Decius’ Sohn, der auch in der ersten Kindergartengruppe war, „hat alles mit wachsen sehen“. Mittlerweile werden mehr Kinder aufgenommen, mittags gibt es täglich Essen und der Keller wurde zu Schlaf- und Turnraum. Decius freut sich schon darauf, Ehemalige beim Jubiläum zu treffen: „Es ist sicher interessant, was aus den Kindern geworden ist und welchen Weg sie eingeschlagen haben“.

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