Wahl an Josefschule Menden

Kirche hofft auf Bekenntnisschule

Nah an der katholischen Kirche: Die Magdalenen-Prozession 2017 begann erstmals an der Josefschule Menden.

Foto: Martina Dinslage

Nah an der katholischen Kirche: Die Magdalenen-Prozession 2017 begann erstmals an der Josefschule Menden. Foto: Martina Dinslage

Menden.   Der Pastoralverbund Menden meldet sich im Vorfeld der Elternwahl zur Umwandlung erstmals offiziell zu Wort: „Bereicherung des Angebots“

Im Vorfeld der Eltern-Abstimmung an der Josefschule Menden im April über die Frage, ob sie eine katholische Bekenntnisschule bleiben oder zur Gemeinschaftsschule umgewandelt werden soll, hat sich der Pastoralverbund Menden jetzt zu Wort gemeldet. Demnach würde es der Pastoralverbund „sehr begrüßen, wenn die Josefschule Menden eine katholische Bekenntnisschule bleibt!“, heißt es in einer Stellungnahme mit Ausrufezeichen.

Für die Katholische Kirche Menden seien die Bekenntnisschulen „wichtiger Bestandteil einer differenzierten Schullandschaft“. Die Kinder an der Josefschule würden laut Paragraf 12,3 der NRW-Verfassung zwar „im katholischen Glauben unterrichtet und erzogen“. Dennoch, heißt es weiter, „respektieren wir die Freiheit der Eltern über die Schulform ihrer Kinder zu entscheiden“. Dementsprechend werde man „selbstverständlich“ auch das Ergebnis des Abstimmungsverfahrens selbstverständlich respektieren.

Grundsätzlich gelte, dass der Pastoralverbund Menden auch an Gemeinschaftsgrundschulen als Kooperationspartner zur Verfügung steht. Doch könnten „Eltern, die für ihr Kind eine religiöse Identitätsentwicklung und begleitende Schritte im Glauben wünschen, dies auch in Zukunft nur an einer Bekenntnisschule erwarten“.

Christliche Feste rechtlich geschützt

Der Pastoralverbund unterstütze die Ziele der Gemeinschaftsgrundschulen – etwa die Förderung der Entfaltung der eigenen Persönlichkeit im Bereich des sozialen Miteinanders und der Verantwortung gegenüber der Natur und der Umwelt, wie es im Landesschulgesetz steht. „Wir sehen die Josefschule jedoch als eine Bereicherung des Angebots an Grundschulen in Menden, denn die Katholische Bekenntnisschule will und kann mehr“. So zeige sie den Kindern, „dass die Schöpfung als Gottes Werk zu verstehen ist und zeigt Wege auf, wie diese zu bewahren ist“.

Sie zeige den Kindern ferner „Wege auf, wie nach der Botschaft Jesu durch persönliches Engagement und persönlichen Verzicht das Schulleben und die Zukunft friedlich und menschenwürdig gestaltet werden können“. Sie ergänze zudem das vielseitige Schulleben „durch den lebendigen Kontakt zur Kirchengemeinde, durch Singen und Beten, durch die Ausgestaltung der Schule mit den Zeichen des Glaubens und durch die Feier von Gottesdiensten“.

Darüber hinaus sei es „nur an einer christlichen Bekenntnisschule dauerhaft rechtlich geschützt, dass Kinder in der Schule die Feste im Kirchenjahr wie St. Martin, St. Nikolaus, Ostern, Advent und Weihnachten erleben können“. An Gemeinschaftsgrundschulen hänge die Durchführung dieser Feiern dagegen an engagierten Lehrerinnen und Lehrern. In Zukunft sei es durch den Generationenwechsel „absehbar“, dass christliche Lehrkräfte in der Minderheit seien und „christliche Bräuche dort nicht mehr wie in einer Bekenntnisschule gelebt werden“.

Der Pastoralverbund wünsche allen Eltern bei ihrer Entscheidung über die Zukunft der Josefschule Menden, „die richtige Wahl zu treffen und Gottes Segen!“

Wie berichtet, will eine Elterninitiative die Bekenntnisschule abschaffen. Dafür braucht sie bei der Wahl mehr als die Hälfte aller Elternstimmen. Ihre Argumente: Die Schule werde komplett staatlich finanziert, es gebe aber christliche Symbole in den Klassen und verpflichtenden katholischen Religionsunterricht. Zudem schrumpfe der Anteil katholischer Schüler demnächst auf 37 Prozent.

Die WP hatte berichtet, welche Folgen eine Umwandlung haben müsste.

Leserkommentare (2) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik