Junge Familien

Mendener Kita-Karte kommt zur Geburt direkt ins Haus

Kleine Gummistiefel hängen in einer Kindertageseinrichtung: Die nächste Anmeldephase für die Mendener Kindertageseinrichtungen beginnt im Herbst, ab Sommer soll es Tage der offenen Tür geben.

Foto: Oliver Mengedoht

Kleine Gummistiefel hängen in einer Kindertageseinrichtung: Die nächste Anmeldephase für die Mendener Kindertageseinrichtungen beginnt im Herbst, ab Sommer soll es Tage der offenen Tür geben.

Menden.   Die Premiere ist geglückt. Die Anmeldung eines einzelnen Kindes in gleich mehreren Kindertageseinrichtungen ist dank der Kita-Karte Geschichte.

Die Premiere ist geglückt. Die Anmeldung eines einzelnen Kindes in gleich mehreren Kindertageseinrichtungen ist dank der Kita-Karte Geschichte. In einem Bilanz-Gespräch mit der Stadt äußerten sich die Kitas zufrieden mit dem neuen Verfahren, wie Mechthild Hennecke, bei der Stadt zuständig für das Anmelde- und Aufnahmeverfahren für die Mendener Kindertageseinrichtungen, auf WP-Nachfrage erläutert: „Die Einrichtungen haben viel weniger Laufereien.“

Die Kita-Karte

In früheren Jahren schickten Kindergärten bisweilen aufgrund von Doppelt- und Dreifachanmeldungen mehrere Zusagen an die Eltern eines Kindes raus. In der Folgezeit wurden dann wieder Plätze frei, weil für das Kind ja nur ein einziger Platz benötigt wurde. Großer Aufwand und ein Ärgernis obendrein aus Sicht der Kindertageseinrichtungen. Durch die Kita-Karte ist nunmehr nur die Anmeldung in einer einzigen Einrichtung möglich. „Von den Eltern gab es wenig Rückmeldungen nach Einführung der Kita-Karte“, sagt Mechthild Hennecke, „und wenn, dann meistens positive.“

Ziel der Stadt: Jedes Kind soll ab dem Zeitpunkt der Geburt – beziehungsweise bei kleinen Neubürgern mit dem Umzug nach Menden – eine Kita-Karte per Post erhalten. Die entsprechenden Daten werden vom Einwohnermeldeamt an das städtische Team, das für die Kita-Karte zuständig ist, übermittelt, das dann im monatlichen Rhythmus (spätestens alle zwei Monate) die erforderlichen neuen Karten an die Familien rausschickt.

Die Anmeldung

Die nächste Anmeldephase für die Mendener Kindertageseinrichtungen beginnt in der dritten November-Woche. Ziel sei es, so Mechthild Hennecke, „dass zwischen Sommer und November jeder Kindergarten einen Tag der offenen Tür anbietet, so dass Eltern sich die verschiedenen Einrichtungen anschauen können, die für sie in Frage kommen“.

Für das Kindergartenjahr 2018/19 ist die Anmeldephase abgeschlossen, einzelne Plätze sind noch frei – etwa für Zuzügler aus anderen Städten. „In der Innenstadt ist nichts mehr zu machen, aber in den Randbezirken sind noch wenige Plätze frei“, erläutert Mechthild Hennecke.

Die Betreuungszeiten

Bisweilen wird gegenüber den Einrichtungen oder auch gegenüber der Stadt der Wunsch nach einer größeren Flexibilisierung der Betreuungszeiten geäußert. Die Städtische Kita Zeisigstraße hatte vor einiger Zeit ihre Betreuungszeiten sogar auf das Zeitfenster von 6 bis 18 Uhr ausgedehnt. „Die Zeiten völlig flexibel zu gestalten, ist sicherlich schwierig“, sagt Mechthild Hennecke auch mit Blick auf das Personal. Zudem sei der größte Teil der Eltern mit den derzeitigen Betreuungszeiten zufrieden, so ihre Erfahrung. „Aber ich kann mir vorstellen, dass sich beim Wunsch nach flexiblen Betreuungszeiten in den nächsten Jahren noch Änderungen ergeben werden.“

Die Einrichtungen

Der katholische Kindergarten St. Marien in Oberrödinghausen schließt mangels Nachfrage im Sommer, eine Zwei-Gruppen-Einrichtung soll – voraussichtlich im Kindergartenjahr 2019/20 – in Bösperde hinzukommen (WP berichtete). Ob es neben dem Standort Arche Noah noch einen zweiten Waldindergarten in Menden geben wird, „ist noch abzuwarten“, erklärt Mechthild Hennecke. „Wir haben darüber nachgedacht. Das ist aber noch Zukunftsmusik.“

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