Iserlohner Landstraße

Landesbetrieb rechtfertigt umstrittene Straßensanierung

Stau an der Iserlohner Straße am Dienstagnachmittag. Mittlerweile wurde die Ampelschaltung verändert.

Stau an der Iserlohner Straße am Dienstagnachmittag. Mittlerweile wurde die Ampelschaltung verändert.

Foto: Kristina Gajer / Westfalenpost

Menden.  Der für die Baustelle Iserlohner Landstraße verantwortliche Landesbetrieb rechtfertigt die Maßnahme. Derweil zeigen die Ampeländerungen Wirkung.

Nach der Sperrung der Durchfahrt aus dem Obsthof auf die Iserlohner Landstraße hat sich die Staulage wegen der B7-Baustelle am Mittwoch etwas entspannt. Der Verkehr laufe deutlich reibungsloser, mittags sei der Rückstau vor der Ampel aus Richtung Hemer etwa 200 Meter lang gewesen, gibt Stadtsprecher Johannes Ehrlich die Beobachtungen des städtischen Verkehrsexperten Andreas Nolte weiter. Allerdings werde es jetzt für die Gegenrichtung schwieriger. „Dort staut sich der Verkehr schnell bis in die Einmündung zur B 515“, sagt Ehrlich. Allerdings würden manche Autofahrer die Baustelle auch sehr langsam passieren. „Es gibt dort zwar schon eine Fräskante. Aber man kann dort durchaus mit den erlaubten 30 km/h fahren“, gibt Ehrlich weiter. Am besten sei aber, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren.

Stadt weist mit Schildern auf Sperrung hin

Straßen NRW hat am Dienstag nach dem Mega-Stau - die Pkw-Schlange reichte zeitweise bis zu Real in Hemer - die Einmündung in das Wohngebiet Hassenbruch/Obsthof gesperrt.

An der Einmündung auf die B7 fällt damit eine der Baustellenampeln weg, auf der Iserlohner Landstraße konnte deshalb die Grünphase in Richtung Menden verlängert werden. „Wir haben noch an Stellschrauben gedreht“, beschreibt Andreas Berg, Pressesprecher Straßen NRW, das Vorgehen. Jetzt müsse abgewartet werden, ob es besser läuft. Die Stadt hat inzwischen Schilder aufgehängt, unter anderem an der Gisbert-Kranz-Straße und der Windthorststraße, die auf die Sperrung hinweisen.

Deckensanierung dient Substanzerhaltung der Straße

Andreas Berg betont, dass Straßen NRW die Baumaßnahme gezielt in die Ferien und damit die verkehrsärmere Zeit gelegt habe. „Wir machen eine Deckensanierung nur, wenn sie notwendig ist“, sagt der Landesbetrieb-Sprecher. Damit tritt er auch Zweifeln entgegen, die Leser gegenüber der WP geäußert haben. Die Straße sei doch in Ordnung und man verstehe nicht, warum an der Hauptverkehrsstraße eine Baustelle eingerichtet werden müsse. Andreas Berg erklärt: „Die Deckensanierung dient der Substanzerhaltung der Straße.“ Mithilfe von Kameras erfasse Straßen NRW regelmäßig den Zustand der Straßen im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes. Im Fokus stehe dabei unter anderem die Griffigkeit der Straße und mögliche Netzrisse, durch die Wasser eindringen könne und das Entstehen von Schlaglöchern begünstigt werde.

Die Deckenerneuerung der Iserlohner Landstraße soll in sechs Bauabschnitten erledigt werden. Straßen-NRW-Projektleiter Uwe Mielke geht von einer Bauzeit von etwa sechs Wochen aus. Im Anschluss soll mit dem Bau des Kreisverkehrs an der Einmündung Am Vogelsang begonnen werden.

Baustelle B 515 ab 24. Juli

In der kommenden Woche beginnt, wie bereits angekündigt, eine weitere Baustelle in Menden. Ab Mittwoch, 24. Juli, geht es an der Einmündung B 515/Bessemer Weg los. Dort wird der Fahrbahnaufbau erneuert. Der Bessemer Weg wird deshalb halbseitig, der Bessemer Weg voll gesperrt. Laut Sprecher Andreas Berg sollen die Arbeiten voraussichtlich bis zum 15. August abgeschlossen sein.

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