Stichwahl

Menden: Lob und Kritik für die WP-Wahlarena

Vor der Stichwahl: Die Kandidaten Sebastian Arlt (zweiter von links) und Prof. Dr. Roland Schröder (zweiter von rechts) stellen sich den Fragen von WP-Redaktionsleiter Thomas Hagemann (rechts) und Redakteurin Sophie Beckmann (links).

Vor der Stichwahl: Die Kandidaten Sebastian Arlt (zweiter von links) und Prof. Dr. Roland Schröder (zweiter von rechts) stellen sich den Fragen von WP-Redaktionsleiter Thomas Hagemann (rechts) und Redakteurin Sophie Beckmann (links).

Foto: Thomas Nitsche

Bösperde.  Fünf Tage vor der Stichwahl kommt es in der WP-Wahl-Arena nochmals zum Schlagabtausch der Kandidaten. Dabei gab es auch kritische Stimmen.

Die WP-Wahl-Arena war keineswegs eine reine Podiumsdiskussion; an den Bildschirmen schauten im Schnitt 300 Mendenerinnen und Mendener zu. Das Format erntete Lob – aber auch stellenweise Häme und Kritik. Wir geben einen Überblick.

Das Quiz

„Wir kommen jetzt zum unterhaltenden Teil“, leitete Redaktionsleiter Thomas Hagemann das kurze Quiz mit den Kandidaten ein. Dabei stand vor allem das Menden-Wissen auf dem Prüfstand. Gleichzeitig sollte es das Live-Publikum mit einbeziehen und Teil der Veranstaltung werden lassen.

Welcher Mendener hat keinen eigenen Wikipedia-Eintrag? (a: Bürgermeister Martin Wächter; b: Ulrich Bettermann; c: Pfarrer Jürgen Senkbeil; d: Rapper Dendemann)

Roland Schröder wollte daraufhin direkt zum Publikums-Joker greifen, doch auf diese Hilfe musste er zunächst verzichten. Mittels Ausschlussverfahren legte er sich schließlich auf Martin Wächter fest. Das Publikum wählte Pfarrer Jürgen Senkbeil – die richtige Antwort.

In welchem Stadtteil sind die Mendener im Schnitt am ältesten? (a: Bösperde; b: Lendringsen; c: Innenstadt; d: Halingen)

Sebastian Arlt war sich sicher: Halingen. „Ich habe den Sozialbericht gelesen und daraus habe ich behalten: in Bösperde und der Innenstadt sind die Jüngsten.“ Aus dem Publikum tippte die knappe Mehrheit auch auf Halingen. Doch der Sozialbericht legt dar, dass die Innenstadt – aufgrund der Senioreneinrichtungen – im Schnitt am ältesten ist; wohingegen der Jungbrunnen der Hönnestadt am Papenbusch zu verorten ist.

Doch das Menden-Quiz sorgte nicht bei allen Zuschauern für Begeisterung. Gerade die Online-Community zeigte sich wenig zufrieden mit dem Einschub: „Wertvolle Zeit verplempert… Schade“ hieß es in den Kommentaren; „wie viele Tomaten sind im Kühlschrank?“, fragte eine Zuschauerin süffisant, die scheinbar nicht viel mit dem Ablauf der Veranstaltung anfangen konnte.

Die Überzeugung

Gleichzeitig entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter den Zuschauern zu aktuellen Mendener Themen; egal ob Fahrradwege, Politikverdrossenheit, Umweltschutz oder Integration.

Schlussendlich sollten die beiden Kandidaten das Publikum überzeugen. Sebastian Arlt sollte die Zuschauer als potenzielle Neubürger in Menden begrüßen; Roland Schröder sie als Nichtwähler animieren, ihre Stimme abzugeben.

Mendens Pfund für Neubürger sei, so Arlt, eine starke Wirtschaft vor Ort, die Naherholung und Verkehrsanbindung in umliegende Großstädte.

Wählen hingegen sei das „höchste Privileg einer Demokratie“. Wer nicht wählen geht, dürfe sich später jedoch nicht beklagen. Auf der anderen Seite bieten nicht nur Parteien die Möglichkeit, sich in der Stadt zu engagieren, sondern auch Vereine oder Institutionen.

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