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Menden: Uranin färbt Mühlengraben grün - Wer war’s?

Uranin färbt Wasser grün - hier bei einem Durchströmungstest im  Waldfreibad Gudenhagen. Samstagabend leuchteten in Menden Glockenteichbach und Mühlengraben ebenso.

Uranin färbt Wasser grün - hier bei einem Durchströmungstest im Waldfreibad Gudenhagen. Samstagabend leuchteten in Menden Glockenteichbach und Mühlengraben ebenso.

Foto: WP

Menden.  Mühlengraben und Glockenteichbach in Menden leuchteten am Samstagabend grün. Das sorgte für Wirbel. Über den Verursacher wird spekuliert.

Ein grün eingefärbter Glockenteichbach und Mühlengraben sorgten am Samstagabend für Aufregung in der Innenstadt von Menden. Fest steht: Bei dem grünen Farbstoff soll es sich um Uranin gehandelt haben. Er ist laut Stadtentwässerung unschädlich für Gewässer. Am nächsten Morgen ist von dem „Spuk“ nichts mehr zu sehen. Über den Verursacher wird auch am Sonntag noch spekuliert.

Im sozialen Netzwerk „Facebook“ wird seit Samstagabend über die leuchtende Grünfärbung des Wasserlaufs heftig diskutiert. Handelt es sich um Farbe? Wer macht sowas? Auch die Feuerwehr war vor Ort, wie Feuerwehrsprecher Stefan Deitel auf der Nachfrage der WP bestätigt. In Rücksprache mit der Stadtentwässerung habe es sich um Uranin gehandelt, einen nicht umweltschädlichen Färbestoff.

„Es könnte ein Test für den Glockenteichbach gewesen sein“, vermutet Georg Simon, Bereitschaftsleiter der Mendener Stadtentwässerung. Genaueres kann er am Sonntag aber dazu noch nicht sagen. Informationen über den Verursacher der Grünfärbung liegen der Stadtentwässerung bislang nicht vor.

Der Glockenteichbach fließt über das Gelände der St.-Vincenz-Gemeinde. Aber auch Küster André Quante-Blankenagel reagiert auf Nachfrage der WP erstaunt: Er wisse von nichts.

Stadtentwässerung hofft auf Aufklärung am Montag

Uranin ist ein fluoreszierender Farbstoff, mit dem das Strömungsverhalten von Wasser verfolgt werden kann. Auch im sozialen Netzwerk „Facebook“ mehren sich die Stimmen, dass es sich um einen solchen Test gehandelt haben könnte, um Wasserbewegungen zu analysieren.

In Berlin habe im Juni eine Gruppe der Umweltaktivisten „Extinction Rebellion“ allerdings ebenfalls Uranin verwendet – um die Spree im Berliner Regierungsviertel grün zu färben.

Derweil hofft Stadtentwässerung-Bereitschaftsleiter Georg Simon auf Aufklärung am Montag.

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