Wasserkraft

Menden: Wasserkraftanlage Schwitten jetzt mit Fischtreppe

Von oben sehr gut zu erkennen: Die Fischtreppe im Bau. Sie verbindet die beiden Wasserarme am Wehr in Schwitten. Die Fotos entstanden im Sommer während der Bauphase.

Von oben sehr gut zu erkennen: Die Fischtreppe im Bau. Sie verbindet die beiden Wasserarme am Wehr in Schwitten. Die Fotos entstanden im Sommer während der Bauphase.

Foto: Stadtwerke Fröndenberg

Fröndenberg/Menden.  Fische und andere Kleintiere können das Wehr in Schwitten an der Ruhrbrücke zu Fröndenberg jetzt per Fischtreppe überwinden.

Mit dem Bau einer sogenannten Fischtreppe stellen die Stadtwerke Fröndenberg die ökologische Durchgängigkeit ihrer Wasserkraftanlage am Dachwehr an der Ruhr wieder her. Über das Bauwerk können Fische und andere Kleintiere nun das Wehr bei Schwitten gefahrlos passieren.

Die Baumaßnahmen für den ersten Teil begannen im März und wurden jetzt fertig gestellt. 650 000 Euro kostete die erste Maßnahme, teilen die Stadtwerke mit. Die Schwitter Wasserkraftanlage besteht aus zwei Wehranlagen. Neben dem Hauptwehr, das Wasser zum Turbinengraben zur Stromerzeugung leitet, wird am „Dachwehr“ in unmittelbarer Nähe zur Wasserkraftanlage Schwitten Wasser für die Trinkwassergewinnung aufgestaut. „So entsteht am Dachwehr eine Wasserspiegeldifferenz von etwa zweieinhalb Metern. Die können die Lebewesen in der Ruhr nicht überwinden“, sagt Volker Kretschmer, Technischer Leiter der Stadtwerke.

Fischtreppe mit 22 Stufen

Daher wurde unter der Landzunge zwischen Wasserkraftwerk und „Dachwehr“ eine 140 Meter lange und drei Meter breite „Wassertreppe“ gebaut. Die 22 Stufen werden dabei so angelegt, dass die Flusstiere die Passage auch stromaufwärts durchschwimmen können. Dabei überwinden die Fische einen Höhenunterschied von 2,34 Metern. Der Wasserdurchfluss ist an diesem Durchgang stark gedrosselt und beträgt 24 Kubikmeter Wasser pro Minute.

Die zweite Maßnahme stellt die Durchgängigkeit am Hauptwehr her. Hier ist ein Höhenunterschied von 5,8 Metern zu überwinden. Geplant ist ein Baubeginn noch in diesem Jahr. Die Durchgängigkeit an der Anlage in Schwitten passt in eine Reihe von Maßnahmen, die die Stadtwerke Fröndenberg in den vergangenen Jahren realisiert haben. Auch am Wasserkraftwerk Wickede und im Laufwasserkraftwerk Langschede hatten die Stadtwerke in den vergangenen zehn Jahren bereits Fischwanderhilfen installiert. Der nächste geplante Schritt ist ein weiterer Fischpass am Hauptwehr. Dieser soll bis spätestens Ende 2021 entstehen.

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