Gericht

Mendener bucht Hotelzimmer – und zahlt die Rechnung nicht

Blick in ein Hotelzimmer.

Foto: Knut Vahlensieck

Blick in ein Hotelzimmer. Foto: Knut Vahlensieck

Menden.   Vier Nächte lang hatte sich ein 25-Jähriger in einem Mendener Hotel einquartiert. Bezahlen konnte er nicht. Nun stand er vor Gericht.

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„Ich hatte keinen Schlafplatz, der Vorfall fiel in eine für mich nicht so tolle Zeit.“ Der 25-jährige Mendener macht vor dem Amtsgericht einen niedergeschmetterten und reumütigen Eindruck.

Vier Nächte lang hatte er sich im Juni vergangenen Jahres in einem Mendener Hotel einquartiert. Dies in dem Wissen, den Preis von 44 Euro pro Nacht nicht entrichten zu können. Nach den vier Tagen verließ er das Hotel und wandte sich an die Chefin, der er eröffnete, den offenen Betrag zeitnah zu begleichen. Nur ist dies nie geschehen.

Mendener wurde kurz vor der Tat von seinem Chef entlassen

„Direkt vor dem Tatzeitpunkt hat mich mein Chef entlassen“, gab der Mendener an. So fehlte es an finanziellen Mitteln. Mittlerweile ist er wieder als Servicekraft tätig und stockt den erhaltenen Mindestlohn mit Hartz IV auf.

Problematisch: Der Angeklagte steht aktuell unter Bewährung. Die ihm damals aufgelegten Sozialstunden hat er nur teilweise abgeleistet, Kontakt zum Bewährungshelfer pflegt er wenig.

Amtsrichter gibt Angeklagtem eine letzte Chance

Amtsrichter Wefers gab ihm jedoch eine letzte Chance. Arbeitet der junge Mendener die noch ausstehenden Sozialstunden ab und bezahlt bis zum 15. Juni 200 Euro an das Hotel sowie weitere 150 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung, wird das Verfahren eingestellt.

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