Nach dem Bürgerbegehren

Mendener CDU nimmt endgültig Abschied vom Bürgersaal-Abriss

Die letzte Unterschriften-Übergabe für das Bürgerbegehren zum Erhalt des Bürgersaalgebäudes an Wahlamtsleiterin Sylvia Bastek (Mitte) zeigt (von links) die Initiatoren Marga Figge, Josef Rinsche, Dorothea Martin und Karl-Ludwig Figge.

Die letzte Unterschriften-Übergabe für das Bürgerbegehren zum Erhalt des Bürgersaalgebäudes an Wahlamtsleiterin Sylvia Bastek (Mitte) zeigt (von links) die Initiatoren Marga Figge, Josef Rinsche, Dorothea Martin und Karl-Ludwig Figge.

Foto: Thomas Hagemann

Menden.  Union will jetzt aber die stattdessen ausgewählte Umbau-Variante auch mit „großem“ Betreiberkonzept 1:1 umgesetzt sehen: Ratsantrag angekündigt.

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Nach der SPD ist erwartungsgemäß auch die CDU zum Erhalt des Bürgersaal-Gebäudes umgeschwenkt. Die Ratsfraktion habe am Wochenende auf ihrer Klausurtagung im münsterländischen Billerbeck ausführlich über das eingereichte Bürgerbegehren beraten. Das Ergebnis: „Wenn es der entschiedene Wille der Mendenerinnen und Mendener ist, das Gebäude zu erhalten und sowohl den Seniorentreff als auch die Rathaus-Kantine an diesem Ort zu belassen, dann werden wir uns dem nicht verschließen und dem Bürgerwillen nachkommen“, erklärte Unionssprecher Matthias Eggers am Abend.

Begehren „beeindruckend“

8000 Unterschriften seien „ein deutliches und beeindruckendes Signal“, bekräftigte Eggers erste Äußerungen aus der Partei, nachdem die enorme Anzahl der Stimmen für das Bürgerbegehrens bekannt geworden waren. Die Unionsfraktion werde deshalb die Prüfung der Kosten eines Abrisses in Verbindung mit einer gestalterischen Aufwertung des Platzes nicht weiter verfolgen und sich „für den Erhalt des Gebäudes aussprechen“.

Da die Bürger ausdrücklich für diesen Beschlussvorschlag unterschrieben hätten, wolle man dieser Forderung nun allerdings auch „exakt und ohne Abweichung nachkommen“. Im Februar habe die Stadtverwaltung diesen Vorschlag „Variante 3“ genannt und als Grundlage für die zu beauftragende Entwurfsplanung durch einen Architekten angesehen. Die inhaltliche Ausgestaltung sei unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in den Workshops erfolgt. Die Variante sieht indes auch ein umfängliches Betreibermodell vor. Dagegen hatte Dorothee Martin, Initiatorin des Bürgerbegehrens, kürzlich noch ausdrücklich betont, dass schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen „kein kompliziertes Betreibermodell“ entstehen solle.

Ziel: Realisierbares Konzept

Zur Vermeidung weitere Verzögerungen werde die Union beantragen, dass der Rat am kommenden Dienstag diese Variante beschließt und die Planungen des Bürgerhauses damit fortgesetzt werden. Eggers: „Ziel muss es nun sein, ein zukunftsfähiges und finanziell realisierbares Konzept für die Nutzung des Bürgersaal-Komplexes zu entwickeln.“ Die CDU wolle hierzu auch den Dialog mit den Initiatoren des Bürgerbegehrens nutzen. Die Union werde ihren Teil dazu beitragen, die Planungen zügig zu konkretisieren. Das daraus entstehende Konzept müsse dann öffentlich förderfähig sein.

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