Soziales

Mendener in Not startet Weihnachtsspendenaktion

Mendener in Not startet vor Weihnachten die neue Spendenaktion. Und dabei setzt der Verein wieder auf die Unterstützung durch die Leserfamilie. 

Mendener in Not startet vor Weihnachten die neue Spendenaktion. Und dabei setzt der Verein wieder auf die Unterstützung durch die Leserfamilie. 

Foto: Corinna Schutzeichel

Menden.   Der Verein Mendenern in Not startet am 1. Dezember seine große Spendenaktion zu Weihnachten. Die Ehrenamtlichen hoffen auf viele Unterstützer.

Eine alte Dame, die ins Krankenhaus muss, aber kein Geld für ein Nachthemd hat. Eine alleinerziehende Mutter, deren Ex-Mann keinen Cent Unterhalt zahlt. Ein Kind, dessen Eltern nicht das Geld fürs Mittagessen in der OGS aufbringen können. Es gibt hunderte Situationen, in denen der Verein Mendener in Not der rettende Anker war. Allein in diesem Jahr hat der Verein bislang 71.000 Euro für die finanzielle Unterstützung von 380 Mendenern ausgegeben. Kurz vor Beginn der Adventszeit bittet der Verein die Mendener um Unterstützung.

Die Zahlen steigen stark an, wie ein Blick in die Statistik belegt. Im vergangenen Jahr waren es „nur“ 240 Menschen, die von Mendener in Not unterstützt wurden. Geholfen wird nur nach sorgfältiger Prüfung der finanziellen Situation. Ohnehin zahlt der Verein selten Bargeld an Betroffene aus, wie Maria-Cristina Gummert, Kontaktperson beim SKFM für Mendener in Not, erläutert. Gezahlt wird direkt an Institutionen. „Und wenn jemand übers Wochenende nicht mehr genug zu essen hat, gibt es einen Lebensmittelgutschein“, fügt Beiratsmitglied Franz Daniel hinzu. Noch immer gebe es gerade bei Senioren eine große Hemmschwelle, um Hilfe zu bitten. „Die schämen sich, zu uns zu kommen“, weiß Maria-Cristina Gummert. „Manche weinen und sagen, dass sie 45 Jahre gearbeitet haben und jetzt kein Geld haben, sich neue Pantoffeln zu kaufen.“

90.000 Euro Spenden hat Mendener in Not im vergangenen Jahr eingenommen. Der Verein, so betont Franz Daniel, übernimmt keinesfalls regelmäßig anfallende Zahlungen: „Der Regelfall ist eine einmalige Unterstützung.“ Hilfe zur Selbsthilfe sei das Ziel.

In tausenden Fällen konnte Mendener in Not im Laufe der Jahre Gutes tun. Der Dank der Betroffenen kommt zurück: „Hiermit möchte ich noch mal Danke sagen an Mendener in Not, dass sie meine Familie so toll unterstützt haben“, heißt es auf einer handschriftlichen Karte. Damit der Verein Gutes tun kann, ist er auf weitere Spenden angewiesen. Neben lokalen Großspendern, die jedes Jahr mehrere tausend Euro überweisen, gibt es unzählige Kleinspender. „Leid, Not, Armut sind nicht weit von uns entfernt, danke, dass Sie nicht wegschauen“, ist es den Ehrenamtlichen ein Herzensanliegen, sich zu bedanken.

„Wir können unheimlich stolz sein auf jeden Mendener, der uns unterstützt“, sagt Peter Friedrich. Besonders freuen sich die Vereinsaktiven auch, wenn bei Ehejubiläen, Geburtstagen oder Firmenfeiern für den Verein gesammelt wird. „In dieser Beziehung sind die Mendener unheimlich spendenfreudig.“ Die Weihnachtsspendenaktion startet in diesem Jahr am Samstag, 1. Dezember.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben