Glaube

Mendener Kirche sucht Kandidaten fürs Presbyterium

Heilig GeDie Heilig-Geist-Kirche an der Bodelschwinghstraße: Im März 2020 findet auch in Menden die Wahl des neuen Presbyteriums statt. ist Kirche Westwall

Heilig GeDie Heilig-Geist-Kirche an der Bodelschwinghstraße: Im März 2020 findet auch in Menden die Wahl des neuen Presbyteriums statt. ist Kirche Westwall

Foto: Alexander Lück

Menden.  Am 1. März soll auch in Menden das neue verkleinerte Presbyterium gewählt werden. Bis zum 29. November sind Vorschläge willkommen.

Personell erfolgen in der Evangelischen Kirchengemeinde Menden demnächst wichtige Weichenstellungen. Am 1. März 2020 wählen die evangelischen Christen nicht nur in Menden das neue Presbyterium ihrer Gemeinde. In Menden werden noch weitere Kandidaten gesucht.

So wie der Raumbestand der Evangelischen Kirchengemeinde Menden verkleinert wird (WP berichtete), hat auch das zukünftige Presbyterium nur noch zwölf statt 15 Mitglieder (nicht eingerechnet sind die Pfarrer). Auch das sei eine Reaktion auf die Schrumpfungsprozesse, erklärte Pfarrer Frank Fiedler in der Gemeindeversammlung in der vergangenen Woche.

Bis zum 29. November können noch Vorschläge für das Presbyterium eingereicht werden. Ob bereits im Presbyterium aktiv oder mögliches Neumitglied: Jeder Kandidat braucht dafür die Unterschrift von fünf Unterstützern aus der Gemeinde. Nach derzeitigem Stand werden sieben der bisherigen Mitglieder auch in der neuen Amtsperiode zur Verfügung stehen, die anderen auf eigenen Wunsch ausscheiden. Demnach braucht die Gemeinde noch mindestens sechs Kandidaten, damit im März auch tatsächlich eine Wahl stattfinden kann. Bei weniger Interessenten gelten diese automatisch als bestätigt. Frank Fiedler zeigte sich aber durchaus optimistisch, dass man genügend Köpfe für diese Arbeit finden könne.

Einblick in Arbeit des Presbyteriums

Schon aus der Gemeindeversammlung heraus gab es einzelne Stimmen, die nun in sich gehen und diese Entscheidung bedenken wollen. Einzelne Presbyteriumsmitglieder gaben Einblick in die Arbeit des Gremiums und dessen verschiedene Ausschüsse, zum Beispiel für die Jugend oder die Finanzen. „Jeder kann gucken: Wo liegen meine Schwerpunkte und wo möchte ich mich in die Gemeinde einbringen“, sagte etwa Susanne Baron, zuständig unter anderem für die Jugendarbeit.

Auch Pfarrerin Dorothea Goudefroy appellierte, wünschenswert sei ein möglichst bunt gemischtes Gremium, verschiedensten Alters etwa. Vielfältige Begabungen seien nötig, um die Gemeinde voranzubringen und zu leiten. Während sich das Presbyterium einmal im Monat trifft, tagt der Geschäftsführende Ausschuss in der Regel jede Woche, wenn auch meist recht kurz. Die Kandidaten müssen zwischen 18 und 75 Jahre alt sein und in der Gemeinde wohnen.

Die Unterteilung in die drei Pfarrbezirke der Gemeinde ist für die Wahl aufgehoben worden, jeder potenzielle Presbyter wird für die gesamte Gemeinde gewählt und soll sich auch für diese als Ganzes engagieren.

Die Liste für Vorschläge ist in den nächsten Tagen auch noch im Gemeindebüro erhältlich.

Das Presbyterium ist für alle Aspekte des Gemeindelebens maßgeblich und verantwortlich: vom Haushaltsplan über die kirchlichen Kindergärten und Friedhöfe bis zur Gottesdienstgestaltung und Jugendarbeit.

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