Pfingstkirmes

Pfingstkirmes wird mit vielen neuen Fahrgeschäften aufwarten

Gruselig: Eine echte Geisterstadt wird in Menden aufgebaut.

Gruselig: Eine echte Geisterstadt wird in Menden aufgebaut.

Foto: BBV

Menden.   80 Meter hoher Freifallturm auf dem Lenzenplatz. Live-Grusel in der „Geisterstadt“. Nordwall-Parkplatz ist als zusätzliche Stellfläche möglich.

Für die Pfingstkirmes vom 8. bis 11. Juni in der Mendener Innenstadt kündigt sich Großes an, denn erstmals wird ein Freifallturm der neuersten Generation in der Hönnestadt gastieren.

Ob die Pfingstkirmes künftig auch auf den neuen Nordwall-Parkplatz ausgeweitet wird, ist noch offen.

Die neuen Fahrgeschäfte

„Skyfall“ heißt die spektakuläre, 80 Meter hohe Anlage, die der Münchner Schausteller Michael Goetzke betreibt. Premiere feierte das in Österreich bei der Firma Funtime gebaute Geschäft 2013 auf dem Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt. Seit einiger Zeit verfügt der Turm, von dem die Gondel aus 70 Metern in die Tiefe stürzt und kurz vor Bodenkontakt mittels einer Magnetbremse gestoppt wird, über einen drehbaren Fahrgastträger, der 24 Passagieren Platz bietet.

Die Firma Goetzke, die ihr Geschäft auf dem Lenzenplatz aufbaut und in der Vergangenheit in Menden mit dem „Rocket“ genannten Höhenketteflieger mit Überschlaggondeln zu Gast war, freut sich auf das Gastspiel auf der Pfingstkirmes. Das darf durchaus als Besonderheit gewertet werden, denn in den vergangenen Jahren war man mit dem Geschäft stets zu dieser Zeit in Paris vertraglich verpflichtet. Nun kommt Menden in den Genuss dieser Herausforderung, wenngleich Freifalltürme nicht ganz neu für diese Veranstaltung sind.

Gegenentwurf

Schon vor Jahren war der Bremer Schausteller Rudi Robrahn zweimal mit seinem „Countdown“ zu Gast. Der 55 Meter hohe Turm aus deutscher Produktion bot neben einem deutlich kürzeren freien Fall auch einen Abschuss bis an die Mastspitze. Darüber stattete auch schon die Firma Ewald Schneider aus Bielefeld mit dem mehr als 60 Meter hohen „Power Tower 2“ Menden einen Besuch ab.

Quasi den Gegenentwurf zu diesem Nervenkitzel bietet die klassische Stockwerk-Geisterbahn „Geisterstadt“, die die Firma Hermann Fellerhoff und Söhne aus Düsseldorf präsentiert. Diese Anlage gehört nicht nur wegen ihres Innenlebens mit modernsten Grusel-Effekten und Live-Erschreckern zu den besten Bahnen auf der Reise, sondern sie hat auch eine ganz besondere Geschichte.

Gebaut wurde das Geschäft, das hinter dem Rathaus auf dem traditionellen Belustigungsplatz aufgebaut werden soll, bereits 1954 vom renommierten Hersteller Mack aus Waldkirch im Schwarzwald. 2011 übernahm die Firma Fellerhoff die Anlage vom österreichischen Schausteller Georg Bachmaier und gestaltete sie, weitgehend im Originalzustand aufgearbeitet, für die Erfordernisse der Reise in Deutschland um. Herausgekommen ist dabei eine einzigartige Symbiose von Tradition und Moderne, durch die die Besucher auf zwei Etagen fahren.

Die Erweiterungsmöglichkeit

Ob die Pfingstkirmes künftig auch auf den Nordwall-Parkplatz ausgeweitet wird, steht noch nicht fest. „Man soll niemals nie sagen“, erklärt Stadtsprecher Johannes Ehrlich dazu auf Anfrage. Zwar gebe es Überlegungen, diese seien allerdings nicht konkret. Prinzipiell sei der Parkplatz aber kirmestauglich. Falls die Kirmes künftig erweitert werden sollte, müssten zudem weitere Faktoren geklärt werden. „Wir müssten sicherlich die Gartenstraße und den Nordwall mit einbeziehen, denn kein Schausteller würde sich dort isoliert platzieren“, sagt Ehrlich.

Gleichzeitig würde eine Sperrung der Gartenstraße Schwierigkeiten mit der Zufahrt für Notarzt und RTW in Richtung Krankenhaus bedeuten. „Das muss man immer im Kontext der gesamten Veranstaltung betrachten“, so Ehrlich.

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