Fuhrpark der Stadt

Mendener Politik gibt weiter grünes Licht für E-Mobile

Diesen in Essen gemieteten Scooter testet der Mendener Baubetrieb. Laut Stadt war das die richtige Auswahl:Die Kräfte flicken hinter den Fahrzeugen die Straßen mit Kalt-Asphalt – und standen bisher in den Abgasschwaden. Foto:Stadt Menden

Diesen in Essen gemieteten Scooter testet der Mendener Baubetrieb. Laut Stadt war das die richtige Auswahl:Die Kräfte flicken hinter den Fahrzeugen die Straßen mit Kalt-Asphalt – und standen bisher in den Abgasschwaden. Foto:Stadt Menden

Menden.   Umweltausschuss empfiehlt Fahrzeugkäufe und Bau von Ladestationen. SPD wollte Gesamtkonzept vorab. Stromtankstellen erstmal nur für Stadtautos.

Die Stadt soll E-Mobile für ihren Fuhrpark anschaffen, die Ladestationen dafür einrichten und Förderanträge an das Land stellen. Dafür Gelder freizumachen, haben die Politiker im Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen am Donnerstagabend empfohlen – bei Enthaltungen der SPD.

Die wollte erst ein Gesamtkonzept sehen, in dem auch Punkte wie die Digitalisierung der Buchung oder die Einbindung von E-Bikes für kurze Wege aufgeführt sein sollen. SPD-Ratsherr Sven Langbein erinnerte Union und Grüne daran, dass sie unlängst selbst ein solches Konzept verlangt hatten. Die CDU sieht allerdings in der Empfehlung, die nach dem jüngsten Bericht einer eigens zusammengestellten Kommission zu Stande kam, keine Vorwegnahme der Autokäufe oder Stationsbauten. „Das beschließen andere erst noch. Wir bewegen uns hier in die richtige Richtung und würden jetzt nur Zeit verlieren“, sagte Hubert Schulte für die Union. Die folgte dann, wie alle anderen Fraktionen, der Empfehlung der Stadtverwaltung. Die SPD enthielt sich, weil sie das Ziel befürworte, nicht aber den Weg.

Umrüstung steht im Klima-Konzept

Für die Stadt erinnerte Fachbereichsleiter Frank Wagenbach an den Sinn der Sache: Im vor Jahren beschlossenen Klimaschutz-Konzept stehe die Umrüstung des Fuhrparks, und mit dem halbjährigen Test eines Pritschenwagens für den Mendener Baubebetrieb sei genau die richtige Wahl getroffen worden: „Wenn die Kollegen hinter diesen Fahrzeugen die Straßen mit Kalt-Asphalt geflickt haben, standen sie bisher in den Abgasschwaden.“

Die Menden-Studie hatte ergeben, dass 95 Prozent aller Dienstfahrten mit E-Mobilen bewältigt werden können. Und, dass die langen Standzeiten der Stadt-Autos dicke fürs Aufladen ausreichen. Hier fragte Klaus Luig (FDP), ob die von den Liberalen beantragte Stromtankstelle in der Rathaus-Tiefgarage auch von Privatleuten genutzt werden dürfte, falls sie denn gebaut wird. Das verneinte Wagenbach kategorisch: „Gefördert werden hier ausschließlich Ladestationen für den Dienstgebrauch. Die Infrastruktur für Bürger muss anderweitig aufgebaut werden.“

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