Pro7-Sendung

Mendenerin bei TV-Show „Get the f*ck out of my house“ dabei

Jenny Zimmermann hat bei „Get the fuck out of my house“ mitgemacht.Zum Start der Staffel heißt es: Rudelgucken mit Freunden und Verwandten im Wohnzimmer.

Jenny Zimmermann hat bei „Get the fuck out of my house“ mitgemacht.Zum Start der Staffel heißt es: Rudelgucken mit Freunden und Verwandten im Wohnzimmer.

Foto: Tobias Schürmann

Menden.   Jenny Zimmermann hat mehrere Tage mit 100 Menschen in einem 63 Quadratmeter kleinen Haus verbracht. Das birgt so manche Tücken.

Statt am Strand oder am Pool zu entspannen, hat sich die Menderin Jennifer Zimmermann für ein schnuckeliges, 63 Quadratmetern umfassendes Feriendomizil im Grünen entschieden. Doch statt die Landluft zu genießen und durch die Natur zu spazieren, hat sie sich das Häuschen mit hundert anderen Menschen teilen müssen. Die 21-Jährige hat bei der Pro7-Sendung „Get the f*ck out of my house“ (Verschwinde endlich aus meinem Haus) mitgemacht.

Die Party

Am Dienstagabend läuft die Premiere der zweiten Staffel des Formats. Passend dazu hat Jennifer Zimmermann Geburtstag. Familie und Freunde sind eingeladen. Im Wohnzimmer hat sie extra einen Beamer aufgebaut. „Es geht loooos!“, schallt es pünktlich um 20.15 Uhr durch die Wohnung.

Die Idee

Eigentlich seien normale TV-Sendungen nicht so ihr Ding, sagt Zimmermann. Doch dieses Pro7-Format sei für sie das „erste echte“ gewesen, das „nicht nach einem Drehbuch geht“. Beworben und gedreht wurde „Get the f*ck out of my house“ bereits im Herbst vergangenen Jahres. „Ich hab’ die erste Staffel gesehen und gesagt: Wenn sie noch eine Staffel drehen, will ich dabei sein.“ Als die Meldung einer Fortsetzung des Formats dann kommt, zögert sie nicht lange. Sie knipst nach der Arbeit ein Foto und schickt es mit einer kurzen Bewerbung an die Produktionsfirma. Dann heißt es warten. Zwei Monate lang passiert nichts. Plötzlich klingelt das Telefon der 21-Jährigen. Ob sie noch Interesse habe und zum Casting nach Köln kommen wolle? „Ich bin dann gefühlt drei Stunden nach Köln gefahren und zu allem Überfluss auch noch zu spät gekommen“, erinnert sie sich und muss lachen. Psychologische Fragen und ein Test vor der Kamera folgen. Danach heißt es wieder wochenlang warten. Bis endlich der Anruf mit der Zusage von der Produktionsfirma kommt.

Die Kontrollen

Mit den nötigen Unterlagen und einer Tasche macht sie sich im Zug auf den Weg zum Drehort. Dort angekommen, darf sie sich zwei Outfits aussuchen, die in einer Plastikbox verschlossen werden; plus die Kleidung, die sie trägt. Handys, Uhren, Schmuck – alles muss abgegeben werden, sagt sie. Schummeln mit der Zwiebel-Methode sei übrigens ebenso verboten. Strikte Regeln eben.

Die ersten Aufnahmen

Es folgen die ersten Aufnahmen auf dem Weg zum Haus. „Da hat man dann erst einmal die Masse an Menschen gesehen“, sagt die 21-Jährige. Für sie sei von Anfang an klar gewesen, sich erstmal im Hintergrund zu halten. Hundert Menschen zwängen sich durch den kleinen Eingang ins vorübergehende Feriendomizil. Und dann sei ihr erstmals auch die Enge bewusst geworden. Doch auch für den Aufenthalt im Haus hat sich die Mendenerin einen Plan zurecht gelegt. „Die Küche war das Ziel“, sagt

Zimmermann. Der Weg dorthin sei dicht an dicht gepresst allerdings ziemlich schwierig gewesen. „Wie menschliches Tetris“, sagt sie.

Das sehen auch Freunde und Familie am Dienstagabend. Jeden noch so kurzen Moment, in dem sie zu sehen ist, bejubeln sie. Immer wieder erinnert sich die 21-Jährige an die Momente, Gespräche und Ereignisse im Haus zurück. Gerade rationieren die Kandidaten das Klopapier. 20 Blätter pro Person. Ganz genau durchgerechnet eben.

Die Zeit

Im Haus selbst hätten die Kandidaten aber ganz schnell das Zeitgefühl verloren. Uhren der Crew-Mitglieder seien abgeklebt worden; jeder noch so kleine Hinweis auf die Tageszeit – ausgeschlossen. Ein Höhepunkt des Tages sind daher immer die Minispiele, bei denen die Bewohner Geld für Lebensmitteleinkäufe und Co. erspielen können. Die Produktionsfirma besorgt dann alles, schließlich darf niemand das Haus verlassen. Von dem erspielten Geld gibt’s rund 200 Rollen Klopapier. Fürs WC oder das Duschen muss Zimmermann auch gut und gerne mal eine halbe Stunde Wartezeit einplanen, sagt sie. „Irgendwann habe ich mir einen gewissen Rhythmus angewöhnt.“

Die Basteleien

Das habe dafür gesorgt, dass Gespräche und Bastelaktionen rasch in den Mittelpunkt rücken. „Einer hat aus Kondomen und Klopapier Jonglierbälle gebastelt, aus Zahnstochern wurden dann Mikado-Stäbchen“, sagt die Mendenerin. Not macht erfinderisch.

Der Platz

Mit 100 Menschen auf 63 Quadratmetern gilt es natürlich auch, sich einen geeigneten Schlafplatz zu sichern. Dabei sei jeder Fleck genutzt worden. Egal ob sitzend auf der Toilette, liegend auf der Arbeitsplatte oder – wie in Zimmermanns Fall – direkt vorm Kühlschrank. „Ich hab’ gehofft, dass es dort einfach ein bisschen kühler als im Rest des Hauses ist“, sagt sie und lacht. Luxus sei es schon, sich auf einem flauschigen Teppich zu fläzen.

Das Fazit

Aus ihrer Zeit bei „Get the f*uck out of my house“ nimmt sie die Erkenntnis mit, dass nichts so ist, wie es scheint. „Dass man seine Vorurteile beiseite schieben und sich auf den Menschen an sich konzentrieren sollte“, sagt die 21-Jährige. Sie habe gelernt, wie wenig man eigentlich zum Leben brauche. Sie hat den Job gewechselt, um mehr Zeit für Freunde und Familie zu haben. Und auch ein richtiger Urlaub ist geplant. Im Sommer. Drei Wochen Spanien mit Freund Marc und dem Schwiegerpapa. Statt mit 100 Fremden.

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