Findelkinder

Mendenerin kümmert sich um fünf kleine Eichhörnchenbabys

So süß: Die Tierhilfe Menden kümmert sich um diese jungen Eichhörnchen.

So süß: Die Tierhilfe Menden kümmert sich um diese jungen Eichhörnchen.

Foto: Michaela Bergmann

Menden.   Michaela Bergmann von der Mendener Tierhilfe zieht einen Eichhörnchenwurf mit der Hand auf. Sie ist in Sachen Hörnchen-Aufzucht schon ein Profi.

Die Mendener Tierhilfe kümmert sich zurzeit um einen kompletten Eichhörnchen-Wurf. Die fünf kleinen Fellknäuel sind in der Obhut von Michaela Bergmann, die in Sachen Hörnchen-Aufzucht schon ein Profi ist.

„In diesem Jahr haben die Eichhörnchen schon sehr früh Nachwuchs“, berichtet Tierschützerin Michaela Bergmann. Bereits im Februar erblickte der erste Hörnchen-Nachwuchs des Jahres in Mendens Wäldern das Licht der Welt. Die fünf Jungtiere kamen Ende Februar zur Tierhilfe – da waren sie gerade mal drei Wochen alt.

Bei Baumfällarbeiten war der Kobel – das warme Nest der Eichhörnchen – in den Ästen aufgefallen. „Das ist der glücklichste Fall“, sagt Michaela Bergmann. Denn so konnten Nest samt Jungtieren an die Tierhilfe weitergegeben werden. Speziell an Michaela Bergmann, die sich nun um die Kleinen kümmert und sie mit der Hand aufzieht. Als Nahrung bekommen die Eichhörnchen-Jungen nun zunächst Katzenaufzuchtmilch. Nach und nach werden sie dann auf feste Nahrung umgestellt.

Eichhörnchen brauchen Wärme

Michaela Bergmann beherbergt ihre tierischen Gäste zunächst in einer Kleintiertransportbox. „Sie brauchen vor allem Wärme“, blickt die Mendenerin auf die ersten Tage zurück. Eichhörnchen-Junge haben bis zum Alter von etwa vier Wochen die Augen geschlossen. Jetzt, mit knapp sechs Wochen, bewegen sie sich bereits in einer Zimmervoliere. „Aber sie schlafen immer noch viel.“ Auf Milch sind sie nach wie vor angewiesen, auch wenn sie bereits die ersten Knabberversuche unternehmen. „Die Nahrung können sie aber noch nicht verwerten“, erklärt Michaela Bergmann.

Bald geht’s in die Auswilderungsvoliere

Im Alter von zehn bis zwölf Wichen siedeln sie in die Auswilderungsvoliere um. Dort bleiben sie mindestens vier Wochen lang, bis sie schließlich in die Wildnis entlassen werden. „Wir lassen dann die Tür der Voliere eine Zeit lang offen. In der ersten Zeit kehren die Tiere nämlich auch immer mal wieder zurück.“ Einige der weiblichen Hörnchen kämen sogar nach Jahren regelmäßig zu Besuch. Die Jungs suchen sich dagegen schnell ein eigenes Revier.

Michaela Bergmann engagiert sich seit 2001 bei der Mendener Tierhilfe, insbesondere in der Wildtier-Pflege. Eichhörnchen-Junge gehören inzwischen von Februar bis September über zu den Pflegetieren. „Früher kam der erste Nachwuchs im Mai oder Juni zur Welt. Aber das ist schon lange nicht mehr so.“

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