Musiktheater

„Mendories“-Großproduktion in den Startlöchern

Die Ballettschule am Sauerlandpark in Hemer sorgt für die tänzerischen Elemente beim „Mendories“-Musiktheater. Die Damen proben bereits intensiv.

Die Ballettschule am Sauerlandpark in Hemer sorgt für die tänzerischen Elemente beim „Mendories“-Musiktheater. Die Damen proben bereits intensiv.

Foto: REINHARDT KOSCHE

Menden.   Der Verein „Aktivokal“ führt für Musiktheater mehr als 100 Akteure zusammen. mit

Nicht einmal ein Jahr nach der Gründung des kulturtreibenden Vereins „Aktivokal“ kommt es zu der Musiktheater-Großproduktion „Mendories“. Alle weiterführenden Schulen im Stadtgebiet sind beteiligt, Mendener Schaubühne und Amateur-Theater ebenso. Überdies Profi-Regie und -Schauspieler, die Ballettschule Sauerland (Hemer) und Ritter-Vereine. Die Musik komponiert der in Menden tief verwurzelte Prof. Michael Schmoll. Für die mehr als 100 Mitwirkenden hat am Donnerstag die Intensivphase der Probenarbeit begonnen.

„Aktivokal“-Vorsitzender Klaus Levermann und sein Vorstandsmitstreiter Gerhardt Schmidt schwärmen gegenüber der WP: „Ein solches Projekt gibt es sonst nirgendwo.“ Für beide ist es eine Herzensangelegenheit. Hunderte Stunden Freizeit haben sie bereits in die Aktivitäten gesteckt. Klaus Levermann: „Es macht riesigen Spaß. Wir führen bei diesem Projekt viele Altersgruppen zusammen. Das sind sehr spannende Prozesse.“

Verlängerung ist möglich

Vorläufig geplant sind drei Veranstaltungen auf der Wilhelmshöhe am 29., 30. und 31. März. Bei erhofft großer Resonanz könne über Anschlussvorstellungen nachgedacht werden. Was jedoch organisatorisch alles andere als einfach ist. Levermann und Schmidt betonen: „Wir müssen auch rigoros den Kinder- und Jugendschutz berücksichtigen.“ Denn rein formal handele es sich um „Arbeit“.

Vernetzung ist Vereinsziel

Die Vernetzung bestehender Aktivitäten steht ganz oben auf der Liste der Vereinsziele. Ebenso die Zusammenarbeit mit Schulen. Die so entstehende große Gesamtzahl von Mitwirkenden macht es unabdingbar, dass beispielsweise die Regiearbeit in Profihände gelegt worden ist. Marga Bergmann zeigte sich am ersten Intensivprobentag sehr optimistisch und voller Vorfreude. Sie betont im WP-Gespräch aber auch: „Es wird nicht nur leichte Kost werden. Denn im ersten Teil setzen wir uns mit der Stadtgeschichte auseinander. Da werden auch lokale Themen wie Hexenverfolgung und die Pogromnacht in Menden nicht ausgespart.“ Sie habe mit der jüdischen Gemeinde in Hagen ausführlich Rücksprache gehalten, um inhaltlich auf der sicheren Seite zu sein.

Der zweite Teil der Produktion wendet sich eher aktuellen Entwicklungen in Menden zu. Klaus Levermann verspricht: „Es wird natürlich auch viel zum Schmunzeln geben.“ Jede Menge Überraschungen sowieso. Das betrifft einerseits die Musik, die Prof. Schmoll komponiert. Nicht minder aber auch die Texte. Klaus Levermann: „Ein Stück wird in plattdeutscher Sprache gesungen. Denn auch das ist ein wesentlich Teil der Mendener Stadtgeschichte.“

Kreativer Prozess hält an

In den gerade erst von „Aktivokal“ gemieteten Räum am Kirchplatz (Altes Hospiz) wird ab sofort im Grunde täglich geprobt und gefeilt. Besondere Schwierigkeit dabei: Alles kann nur in Etappen geschehen. Doch auch darin sehen die Verantwortlichen Chancen. „Wir reagieren sehr flexibel und bleiben sehr lange offen für Veränderungsvorschläge aus den Reihen Ensembles. Das bleibt ein kreativer Prozess.“

Mehr als 30 Jahre Regie-Erfahrung

Marga Bergmann verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Regiearbeit und wird nach und nach die Elemente zusammenführen. Mit dem Schauspieler Akra Boa kommt ein Schauspielprofi hinzu, der in „Mendories“ eher den Bösewicht-Charakter darstellt. Beide versprechen schon jetzt: „Wir stellen uns gern auch dem Publikum und freuen uns auf spannende Dialoge.“

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