Datensammlung

Messfahrzeug in Bösperde unterwegs: Aber warum eigentlich?

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Das ist das in Bösperde eingesetzte Messfahrzeug der TU Dortmund.

Das ist das in Bösperde eingesetzte Messfahrzeug der TU Dortmund.

Foto: Stadtwerke Menden / WP

Bösperde.  Die TU Dortmund und die Stadtwerke Menden kooperieren bei diesen Projekt. Der Kleinwagen sammelt wichtige Daten, die in Zukunft helfen könnten.

Vielen Bösperder Bürgerinnen und Bürgern ist in den vergangenen Wochen aufgefallen, dass immer wieder ein Messfahrzeug voller Kameras und Sensoren durch ihren Ortsteil fährt. Aber was wird da in und um Bösperde gemessen, fotografiert und gefilmt?

Die Technische Universität Dortmund und die Stadtwerke Menden haben im April 2021 das vom Land NRW geförderte Projekt „DemandÄR“ gestartet. Ziel des Projektes: die Mobilität im ländlichen Raum weiterzuentwickeln. Dafür kommt innovative Technik aus Nordrhein-Westfalen ins Spiel. Das Team der TU Dortmund hat ein Testfahrzeug mit modernster Sensorik ausgestattet. „Mit verschiedenen umfelderfassenden Sensoren werden Messdaten ermittelt“, erläutert Prof. Dr. Torsten Bertram vom Lehrstuhl der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der TU Dortmund.

Empfehlungen für automatisierten Verkehr ableiten

Anhand der so gewonnenen Daten können anschließend konkrete Richtlinien und Empfehlungen für den automatisierten Verkehr erarbeitet und an Kommunen weitergegeben werden.“ Integriert in neue Mobilitätskonzepte könnten so langfristige Investitionen in die Infrastruktur geplant werden, ergänzt Stadtwerke Menden-Geschäftsführer Bernd Reichelt. „Neben Strom, Wärme und Wasser ist Mobilität ein Teil der Grundversorgung. Schon jetzt bieten wir unseren Kunden Lösungen für ihre individuelle Elektromobilität. Dies möchten wir in der Partnerschaft mit den Projektbeteiligten weiter ausbauen“, erklärt Reichelt.

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Die Strecke rund um Bösperde wurde anhand verschiedener Kriterien ausgewählt und biete sich für das Projekt hervorragend an: Stadtwerke und das Forschungsteam der TU Dortmund prüften mögliche Routen anhand von technischen und regional typischen Kriterien. Ziel der Suche war es, möglichst die Vielfältigkeit der Verkehrsinfrastruktur im ländlichen Raum abzubilden. Auf der nun ausgewählten Strecke ist das Messfahrzeug sowohl auf Landstraßen als auch auf schmalen Feldwegen unterwegs und passiert dabei auch Gewerbe- und Wohngebiete.

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